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Wels Strom führt neues Zahlungsmittel für öffentliche Ladestationen ein

Das Bezahlen an öffentlichen Stromtankstellen ist noch immer ein Problem – Wels Strom möchte dies nun mit einem völlig neuem Zahlsystem, bluecode genannt ändern. Das Bezahlsystem kommt ohne WLAN und Internetanbindung der Ladestationen  aus und ist bereits auch für den FUTUREZONE AWARD 2018 nominiert.

Mit Bluecode hat sich ein gesamteuropäisches Zahlungssystem für Mobile-Payment per Smartphone etabliert. Der sichere und datenschutzfreundliche Mechanismus dieses Zahlungsschemas macht es für den Handel, die Nutzer aber auch für Banken gleichermaßen attraktiv. Die aus Österreich stammende Initiative möchte vor allem aber auch die Vormachtstellung der US-amerikanischen brechen und eine europäische Alternative bieten. Bluecode hat sich seit 2015 bereits weit verbreitet und wird z. B. schon bei 90 Prozent der Filialen im österreichischen Lebensmittelhandel akzeptiert.

Barrierefreies Laden oft leider noch Theorie

Im Gegensatz dazu sorgen die etablierten Zahlungssysteme bei E-Tankstellen für anhaltende Unzufriedenheit bei den Nutzern und auch bei den Betreibern. Die Freischaltung per RFID-Ladekarten gestaltet sich aufgrund der verschiedenen Tarifarten und des komplexen Datenaustausches zwischen den Anbietern sehr kompliziert. Auch sicherheitstechnische Bedenken stehen im Raum. Kreditkarten hingegen sind entweder umständlich per Smartphone zu handhaben oder die Zahlterminals sind teuer.

Bluecode jetzt auch an Ladestationen

Es wurde also Zeit, Bluecode mit all seinen Vorteilen in der Elektromobilität einzuführen. In enger Zusammenarbeit mit Bluecode konnten die Entwickler bei Wels Strom das Zahlungssystem erstmals in die Ladetechnik für Elektrofahrzeuge integrieren. Der Hardware-Aufwand ist sehr gering, so wird das Zahlungssystem flächendeckend im gut ausgebauten Welser Ladestellennetz nachgerüstet und steht neben den anderen Methoden als attraktives Zahlungsmittel zur Wahl.

Wels Strom ist auch Lieferant und Dienstleister für Stromtankstellen und bietet das System daher auch anderen Betreibern und Herstellern von Ladetechnik an. Bluecode funktioniert ohne laufende Fixkosten und eignet sich daher auch für weniger stark frequentierte Ladepunkte.

„Die Zeit des Strom-Herschenkens ist vorbei, jedoch war das Abrechnen bislang teurer. Daher sind viele mögliche Stromtankstellen noch gar nicht entstanden. Wir hoffen, dass durch dieses unkomplizierte Zahlterminal mehr Geschäfte und Unternehmen ermutigt werden eigene Ladestellen anzubieten.“
Das Projekt wurde erst im Oktober für den Futurezone-Award 2018 in der Kategorie „Green Mobility“ nominiert.

Wie funktioniert das Zahlen an den Ladestationen?

Die Bluecode-App des Smartphones (für iOS und Android verfügbar) verbindet sich automatisch per Bluetooth mit der Ladestation. Es können verschiedene Produkte (Zeit- oder kWh-Pakete) gewählt werden. Mit einem Wisch wird bezahlt und der Ladevorgang anschließend sofort freigegeben. Großer Vorteil – vor allem für Benutzer im Ausland – zum Zeitpunkt der Zahlung benötigt das Smartphone keinen Mobilfunkempfang. Somit stellen Roaming- oder Internetprobleme am Handy auch kein Hindernis für den Ladestart selbst dar.

 

Quelle: Wels Strom

 

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