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Neuer Nissan Leaf läuft in England vom Stapel

Der Nissan Leaf 2013 hat eine verbessert Reichweite (199 km) und eine Wärmepumpe - so wie der ZOE - on Board.  Foto: Nissan Deutschland

Der Nissan Leaf 2013 hat eine verbessert Reichweite (199 km) und eine Wärmepumpe – so wie der ZOE – on Board.  Foto: Nissan Deutschland

Wie in einigen Medien bereits berichtet wurde, bekommt der Nissan Leaf heuer ein umfangreiches Upgrade. Angeblich mehr als 100 Verbesserungen – darunter mehr Reichweite und ku?rzere Ladezeit – sollen das Fahrzeug bei sogar sinkendem Preis attraktiver machen.

Ab sofort: Made in Europe

Im britischen Nissan Werk Sunderland ist heute der Produktionsstart des neuen, speziell fu?r den europa?ischen Markt weiterentwickelten Nissan Leaf gefeiert worden. Auch die Lithium-Ionen-Akkus des Elektroautos werden ku?nftig in einem dazu neu gegru?ndeten Batterie-Werk in England produziert. Bislang lief der Leaf ausschließlich in Japan vom Band. Mit der zweiten Generation des Elektrofahrzeugs bietet Nissan bereits heute optimierte Zero-Emission-Mobilita?t ehe andere Hersteller mit der E-Technologie auch nur auf dem Markt sind.

Nach vier Jahren Vorbereitung und Investitionen in Ho?he von rund 420 Millionen Britischen Pfund (~495 Millionen Euro) wurden 2.000 neue Arbeitspla?tze geschaffen, darunter 500 direkt bei Nissan. Der britische Premierminister David Cameron und Nissan Executive Vice President Andy Palmer starteten unter Anwesenheit aller 6.100 jetzt im Werk Sunderland bescha?ftigten Mitarbeiter die Produktion des neuen Elektro-Modells.

„Der heutige Tag besta?tigt Nissans nachdru?ckliches Engagement fu?r das schadstofffreie Autofahren“, so Palmer. „Der Nissan Leaf ist unser technisch fortschrittlichstes Modell und die Produktion in Sunderland verschafft nicht nur dem Werk, sondern auch der britischen Fahrzeugproduktion einen ordentlichen Schub. Ohne die Unterstu?tzung von Regierungen aus ganz Europa, ganz besonders der britischen, die sich aktiv zur Elektromobilita?t bekennen, wa?re die Automobilindustrie bei Produktion und Ladestation-Infrastruktur heute noch nicht so weit.“

Mehr als 100 Verbesserungen

Mit dem Start der Fertigung in Europa, auf der gleichen Produktionslinie wie der des Nissan Bestsellers Qashqai, fließen mehr als 100 kleine, aber entscheidende Verbesserungen in das vielfach preisgekro?nte Fahrzeug ein. So konnte die Reichweite des mit u?ber 55.000 Einheiten weltweit bestverkauften Elektroautos in der zweiten Generation auf 199 Kilometer gesteigert werden, die Ladezeit wurde dank einem schnelleren Ladegerät gleichzeitig halbiert.

Viele Verbesserungen liegen im Detail, wie z.B. eine Beleuchtung bei den Steckerkupplungen.  Foto: Nissan

Viele Verbesserungen liegen im Detail, wie z.B. eine Beleuchtung bei den Steckerkupplungen. Foto: Nissan

Die Heizung und Klimaanlage wird künftig von einer Wärmepumpe unterstützt, das spart Energie und schont die Reichweite. Vermutlich übernahm man die Technologie vom ZOE, der als erstes Elektroauto überhaupt mit dieser nachhaltigen Technologie debütierte. 

Dank drei verschiedener Ausstattungsstufen genießen die Kunden nun mehr Mo?glichkeiten bei der Auswahl ihres ganz perso?nlichen Leaf. Im Innenraum erfuhren vor allem die Sitze deutlich spu?rbare Verbesserungen. Neu an Bord ist auch der Around View Monitor (AVM). Er projiziert mit Hilfe von vier Kameras eine Aufsicht des Fahrzeugs auf das sieben Zoll große farbige Display des Navigationsgera?ts und erleichtert so das Parken und Rangieren. Dies alles ist gepaart mit mehr Fahrspaß auf europa?ischen Straßen, Lohn der akribischen Arbeit des Nissan Technical Centres Europe (NTCE) im Bereich Fahrwerk, Lenkung und Bremsen.

Wie der Nissan Leaf hergestellt wird, kann man in diesem Video im Schnelldurchlauf sehen:

 

  1. … das gibt doch Hoffnung, dass nicht sämtliche Technologiestandorte nach Fernost verlegt werden. Dass gerade ????????? (Nissan) in Europa produzieren lässt, ist aber doch erstaunlich.

  2. Nissan lässt auch in Amerika und in Mexiko produzieren – siehe hier:
    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/naechstes-werk-in-mexiko-nissan-setzt-auf-den-amerikanischen-markt/6113352.html

    Vielleicht kommen die großen Firmen langsam drauf, dass lange Lieferwege nicht unbedingt günstiger und effektiver sind. Davon abgesehen ist es für den ökologischen Fußabdruck natürlich um ein Vielfaches besser absatznah zu produzieren. Sogar Apple ist am Überlegen, ob sie wieder Einiges an Produktionen nach Amerika zurückholen.

    Wollen wir hoffen, dass das Nachahmer findet.