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Über 10.000 km elektrisch – Erfahrungsbericht eines Renault Kangoo Z.E.-Besitzers der 1. Stunde

Renault Kangoo Z.E. Maxi

Erst kürzlich – am 28. Oktober hat der Kangoo Z.E. seinen ersten Geburtstag gefeiert. Einige Nachrichtendienste und Blogger (z.B. GoingElectric) berichteten darüber. Er verkauft sich gut und er hat bei Menschen mit viel Platzbedarf und Engagement für die Umwelt sicher eine klar definierbare Zielgruppe gefunden. Doch wer sind diese „Early Adopters“, die das Risiko auf sich nehmen, zu den ersten zu gehören und vielleicht damit auch bereit sind, ein Stückchen „Beta-Tester“ zu sein.

Jürgen Herbold hat eine Gartenbau-Firma und ist so ein Z.E.-Fahrer der ersten Stunde. Fast 9 Monate surrt er elektrisch damit durch die Landschaft und hat mir als Gast-Autor diesen Erfahrungsbericht geschickt. Aber lesen Sie selbst, wie es ihm mit dem Fahrzeug bis jetzt ergangen ist und ob er zufrieden ist.

Renault Kangoo Maxi Z.E. – wie alles anfing

Fast 9 Monate ist es her, dass mich mein Renault-Händler anrief: „Ihr Auto ist da, wann wollen sie’s abholen?“ Die erste Fahrt vom Händler nach Hause (90 km) war dann auch gleich ein Test, wie gut die vom Bordcomputer errechnete Reichweite mit der tatsächlichen übereinstimmt. Außentemperatur ca. 0°C, das System zeigte trotz vollständig geladener Batterie nur 104 km Reichweite an.? Dieser Wert wird vom Bordcomputer anhand des vorangegangenen Fahrprofils errechnet. Meist rechnet er ein wenig zu pessimistisch, man kommt in der Praxis weiter als es der elektronische Rechenknecht wahrhaben will. Die NEFZ-Angabe von 170 km ist jedoch illusorisch, die schafft man höchstens unter alltagsfernen Optimalbedingungen. 120 km mit einer Batterieladung sind in der Regel jedoch kein Problem, da bleibt sogar noch eine kleine Reserve (die ich noch nie angreifen musste).

Renault Kangoo Z.E. Maxi

Im Februar hatten wir zweistellige Minusgrade, da schrumpfte die errechnete Reichweite auch mal auf 80 km.?Hierzu sei angemerkt, dass mein Fahrzeug nur über die serienmäßige elektrische Heizung verfügt, die bei voller Leistungsanforderung > 4 kW zieht. (Und trotzdem den großen Innenraum nur mäßig erwärmt.) ?Ohne Heizung und mit sparsamer Fahrweise kann man aber die tatsächliche Reichweite deutlich über den vom Bordcomputer errechneten Wert „lupfen“. (Teilweise konnten wir 30 km fahren, während die angezeigte Reichweite dabei nur um 11 km abnahm.)

Meistens wird das Fahrzeug für Strecken bis 70 km in hügeligem Gelände genutzt, spätestens dann kommt es wieder an die Steckdose. Oft wird es auch zwischendurch mal nachgeladen, wie sich’s grad‘ ergibt. („Flache“ Ladezyklen sollen ja die Batterie schonen.) Durchschnittlicher Energieverbrauch bisher: 17,4k Wh/100km (Im Winter mehr, im Sommer weniger). Hier spielt natürlich auch die große Stirnfläche eine Rolle, aber das muss man für das üppige Ladevolumen eben in Kauf nehmen.

Renault Kangoo Z.E. Maxi

Ladevolumen ist Kangoos Königsdisziplin

Hier ist der Kangoo Maxi echt eine Klasse für sich! ?Bei umgelegter Rücksitzbank vier Fahrräder aufrecht stehend ohne irgendwelche Verrenkungen, kein Vorderradausbau, kein Lenker verdrehen, einfach reinstellen.
Der Kangoo ist ja sowieso von vornherein eher ein Arbeitstier, also mehr Packesel als Reitpferd. Das wird schon beim ersten Eindruck, den das Interieur bietet, deutlich: Hier dominieren pflegeleichte Kunststoffflächen und Sitzbezüge. Kein Leder, kein Wurzelholz.

Renault Kangoo Z.E. Maxi

Mit der „Auslegeware“ im Fußraum geht Renault jedoch bei der Pflegefreundlichkeit einen Tick zu weit: Der Boden ist mit einem extrem glatten Kunststoff belegt, was zwar unempfindlich gegen Nässe und Schmutz ist, aber auch den Füssen keinen Halt bietet. Die mitgelieferten Filzmatten machen die Sache nicht besser, die rutschen auf dem Kunststoff rum wie geschmiert. Ein Versuch, die Dinger mit Teppichklebeband zu fixieren schlug fehl, auf dem Kunststoff haftet nichts, der wirkt wie gewachst, und selbst mit Spiritus war das nicht zu beheben.?Saugnäpfe halten auch nicht, wegen der leichten Reliefstruktur der Oberfläche. In meiner Not wurde ich deshalb nochmal beim freundlichen Renault Händler vorstellig, und der konnte das Problem auch nur für die Fahrerfußmatte lösen, hier gibt’s Clips zum Nachrüsten (aber nicht für die anderen Plätze).

Der Innenraum:? Ein echter Transporter eben

Im hinteren Teil (also hinter der zweiten Sitzreihe) hat sich Renault das Einziehen eines Himmels gespart, hier liegt das einfache Blech des Fahrzeugdaches frei.?Das hat (neben der Optik) zwei Nachteile:

1.) Abroll- und Windgeräusche machen das lautlose Fahren mit Strom teilweise wieder zunichte.
2.) Der Innenraum ist hier thermisch noch direkter an die Außentemperatur gekoppelt, im Winter kalt, im Sommer heiß.

Aber der Vorteil sei hier auch nicht verschwiegen:? Man hat dadurch noch mehr nutzbare Laderaumhöhe und muss beim Ein- und Ausladen sperriger, kantiger Gegenstände keine Sorge haben den Himmel zu beschädigen.??Was mir im Ladeabteil noch fehlt, ist ein festes Fach in dem man das Ladekabel unterbringen kann.?Renault gibt hierfür eine Tasche in Laptopgröße mit, die aber immer irgendwie im Weg ist.

Renault Kangoo Z.E. Maxi

Renault Kangoo Z.E. Maxi

Elektrisch – einfach praktisch!

Der elektrische Antrieb wiegt solche Kleinigkeiten in puncto Alltagstauglichkeit jedoch bei Weitem auf! Elektrisches Fahren ist vielleicht zu Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, doch schon nach kurzer Zeit stellt sich eine Coolness ein, die man dann nicht mehr missen möchte. Kein Motor, der beim Ampelstart absterben könnte, keine Schaltpausen, kein Geräusch…Rangieren unter beengten Verhältnissen fällt viel leichter, weil man sich nicht auch noch auf Kupplungsdruckpunkt und Motordrehzahl konzentrieren muss. ,Auch die Jagd nach dem aktuell günstigsten Spritpreis fällt weg. (über 10.000 km bin ich jetzt schon gefahren, ohne eine Zapfsäule in Anspruch zu nehmen.) Das Ein- und Ausstecken an der Steckdose dauert nur Sekunden, der Ladevorgang läuft ja alleine, während der üblichen Standzeiten des Fahrzeuges. (Viele  „Fahr“-zeuge verdienen diese Bezeichnung gar nicht, sie stehen  23 Stunden am Tag.)
Technisch gab es bis jetzt nicht das geringste Problem, das Fahrzeug funktionierte stets einwandfrei. Wartungsarbeiten? Was‘n das…?

Mein Fazit nach 10.000 km: Immer wieder!

Bericht von Jürgen Herbold

… ein Kaffee für den Autor ;-)… ein Kaffee für den Autor ;-)

21 Kommentare

  1. Als langjaehriger EV-Fahrer muss man ueber die „neuen“ Erfahrungsberiche schon schmunzeln …

    Hier ein Erfahrungsbericht eines Renault KANGOO ELECTRIQUE (der bereits in Ende der 90er vom Band lief).

    http://www.elektro-auto.net/index.php?option=com_content&task=view&id=82&Itemid=94

    Der Fahrer „ElektroKlaus“ hat seinen Bericht auch nach 10.000 km geschrieben.

    „Dieser Bericht spiegelt meinen persönlichen Eindruck beim privaten Gebrauch des Fahrzeugs über einen Zeitraum von 11 Monaten und 10000Km wieder.“

  2. Woher kenne ich das Auto nochmal? ;-)

    Danke für den schönen Bericht, Jogi

    @eDriver

    Ich glaube kaum ,dass man die Erfahrungen mit dem einen Auto so ohne Weiteres auf das andere übertragen kann. Insofern ist es doch interessant über Langzeiterfahrungen zum neuen Kangoo zu lesen

    • So war das auch nicht gemeint .. ;-)

      Wollte nur mal darauf hinweisen das NEUES manchmal garnicht so neu ist;
      ich bin beide Fahrzeuge gefahren (natuerl. elektr.) … da gibt’s schon einige Unterschiede !

      Bemerkenswert finde ich uebrigens dass der KANGOO ELECTRIQUE auch als
      SERIAL HYBRID (500 Stueck fuer die STADT PARIS) gebaut wurde (so um 2003-2004)
      einige sind heute in PRIVATBESITZ unterwegs (z.B. in Koeln und Overath).

  3. Hallo Leute, danke für das prompte Feedback!

    Klar bin ich nicht der erste E.-Mobilist, aber speziell mit diesem Modell war ich in Deutschland bei den ersten.
    Und, ohne Erfahrungsberichte von „alten Hasen“ wäre ich vielleicht auch nicht mutig genug gewesen.

  4. @ eDriver: Das stimmt schon, dass NEUES nicht immer wirklich NEU ist. Aber manches wird eben erst als NEU und modern angesehen, wenn die breite Masse so langsam auch mal was davon mitbekommt bzw. wenn es von den großen Marketing-Abteilungen der Konzerne als NEU bezeichnet wird.

    Der Elektromotor und der Akkumulator ist ja auch nicht wirklich was Neues. Das erste Auto überhaupt war ein Elektroauto. Aber es gibt ja auch noch immer Automarken (z.B. Audi), die behaupten innovative Technik (Vorsprung durch Technik) anzubieten, obwohl diese Technologie schon lange überholt sein sollte. Ist alles häufig Auslegungssache.

    Ich muss sagen, bevor ich mich mit dem Thema näher beschäftigt habe, war mir auch nicht bewusst, dass Renault, Citroen schon in den 90-iger Jahren Elektroautos in Serie angeboten haben. Finde ich toll, aber man muss auch fairer Weise sagen, die techn. Eckdaten von damals sind halt auch nicht mit denen von E-Autos von heute zu vergleichen.

    22 kW-Motor und Akku mit destillierten Wasser nachfüllen – wenn das z.B. beim Leaf oder Zoe der Fall wäre, hätten wir halt schon sehr schlechte Karten.

    Drücken wir die Daumen, dass es dieses Mal was wird und dass sich das Elektroauto durchsetzen wird. Und nicht vergessen – auch selber eines kaufen. Meines ist schon reserviert. {:-)

  5. Pingback: Über 10.000 km elektrisch – Erfahrungsbericht … – Elektroauto-Infos | News Draht

  6. Arthur Witt says:

    Habe schnell entschlossen am 27.12.2013 einen Kangoo ZE Maxi 5-Sitzer Vorführwagen für unseren Bio-Hof und Bio-Markt als Lieferfahrzeug erworben. Paßt ausgezeichnet zu uns. Viel Platz, klasse zu beladen, die Familie ist begeistert.
    Läßt alle an der Ampel stehen. Wir laden an verschiedenen Orten stets mit dem 240 V Kabel. Der Stromverbrauch beim Laden entspricht etwa unserer SAECO Kaffeemaschine. Die Reichweite reicht uns immer, da wir uns regional im Radius von 30 km bewegen und bei der Rückkunft stets einstecken. Mit eigenem Solarstrom von der Garage fahren wir kostenlos.
    Praktischer Verbrauch, wenn wir richtig Saft geben und heizen ca 25 KW/100 km laut Menüanzeige im Fahrzeug.
    Mann könnte auch sparsamer unterwegs sein (15 kw/100 km), aber die Beschleunigung mach einfach Spaß, selbst beim Überholen LKW auf der Landstraße.
    Ein echtes Nutz- u. Familienauto, robust, einfach, preiswert im Unterhalt.

    Was uns zusätzlich freut:
    Ach ja, der Wendekreis trotz langem Radstand ist wesentlich kleiner als unser 22 Jahre alter Astra hatte!

    Was uns nervt:
    Die Außenantenne über der Windschutzscheibe, für Nicht-Riesen ein echtes Problem an Waschanlagen ohne Leiter oder Bierkasten.

    Die Familie vergibt trozdem 11 Sterne von 10

    • Das ist ja wirklich ein sehr erfreulicher Kommentar zum Kangoo. Ich hätte da ja schon einiges mehr dran auszusetzen, aber für eure Einsätze scheinbar perfekt.

      Finde es schade, dass das Auto nicht viel öfter im Einsatz ist – vor allem von Lieferdiensten, Firmen, Elektriker, Paketdiensten.

      Aber das zeigt, dass ein gebrauchtes Elektroauto sehr wohl auch Sinn und Freude macht.
      Super. ;-)

    • Letzte Weihnachtsferien bin ich eine Woche lang den Kangoo ZE in Ansbach und Umgebung probegefahren. Hatte ihn beim H¨andler in Erlangen ausgeliehen. Und siehe da, eines Tages als wir beim Lieblingsbiomarkt meines Vaters einkaufen waren, stand da tats¨achlich ein Klon unseres ZE Leihwagens, allerdings noch ohne Kennzeichen. Zu Hause in Norwegen fahren wir schon seit 2 Jahren Leaf. Vielleicht gesellt sich ja noch ein Kangoo ZE dazu. Meiner Ansicht nach das perfekte Auto f¨ur unsere 5-k¨opfige Familie. Ich mag BESONDERS die „Teflon“-Plastikauskleidung. War ein Kinderspiel den wieder sauberzumachen bevor wir ihn zur¨uckgegeben haben (unseren Leaf versuche ich erst gar nicht mehr sauber zu bekommen…).
      Momentan sind wir gerade auf Urlaub in S¨ud-Finnland, allerdings mit einem Diesel-Leihwagen. Im Winter ist die Heizung und die Reichweite von Elektroautos noch nicht Langstrecken-lapplandtauglich. Mit der Steuerersparnis in Norwegen kann man sich aber locker einen Leihwagen f¨ur ein paar Tage im Jahr mieten. Die Entt¨auscung beim Gasgeben mit dem Volvo Kombileihwagen mit Automatik ist aber jedesmal gross… Leider haben wir keinen Platz mehr im Autozug bekommen, so dass wir die ganzen 1200 km im Auto fahren mussten. Das einzig gute am Volvo im Vergleich zum Leaf war die Reichweitenanzeige die bei 1500 km begann… Auf Urlaub in Deutschland mieten wir sowieso immer ein Auto wenn wir eins brauchen (Elektroautos sind aber wirklich schwierig zu bekommen). Ansonsten kann man aber nie vorhersagen was man da f¨ur ein Auto bekommt. Letzten Sommer hatten wir anstatt eines Kombis einen BMW X5, und von den Fahreigenschaften hab ich unseren Leaf vermisst. Auch der Kangoo ZE fuhr sich meiner Meinung nach viel angenehmer als dieser BMW. Leider ist der i3 so klein. Sonst w¨are das vielleicht der erste BMW der auch mir Freude machen k¨onnte beim Fahren…

  7. Sommeregger W. says:

    Mein Renault Kangoo E

    Fakten zum 16.11.2014
    ..
    Fahrzeug: Renault Kangoo E (den großen) 44 KW, 1620 kg Eigengewicht, Zuladung ca. 200 kg
    Erstzulassung: 21.03.2012
    Fahrleistung: bis jetzt gefahren ca. 64 000 km, ca. 70 km / Tag
    Verbrauch: ca. 20 KWH / 100 km
    Gelände: südliche Steiermark, sehr hügelig
    Lademöglichkeit: mit dem mitgelieferten Ladegerät an jeder ausreichend abgesicherten 220 V Steckdose, Ladedauer für eine Vollladung 10 -12 Stunden, pro Stunde werden ca. 8-10 km Fahrleistung geladen. Mit einer besseren Ladestation geht es auch in der halben Zeit.
    Ladehäufigkeit: Bei meiner Tätigkeit als Tierarzt mit Fahrpraxis habe ich meistens drei Visitenblöcke (Früh, Mittag, Abend) abzuarbeiten und habe zwischenzeitlich 3-5 Stunden die Möglichkeit mein Auto an der eigenen Photovoltaikanlage aufzuladen. Den Rest muss ich, 2-5 x die Woche aus dem öffentlichen Netz um 0,20 Cent hauptsächlich in der Nacht laden. Leider gibt es dafür noch keinen günstigen Nachtstromtarif.
    Fazit: Stehen geblieben bin ich noch nie, mir ist es bis jetzt erst zweimal (!!) gelungen das Auto fast vollständig leer zu fahren. Ohne Probleme lassen sich Einkaufsfahrten nach Graz Seiersberg, zu Ikea und dem Murpark in einer Tour abwickeln (Anfangsanzeige 105 km Reichweite, nach gefahrenen 115 km und Ankunft in Jagerberg wird immer noch eine Reichweite von 30 km angezeigt). Bessere Lademöglichkeiten bei einer Einkaufstour von 2-3 Stunden könnten die Reichweite um 20-30 km verlängern. Längere Fahrten, über 50 km in eine Richtung, Urlaub etc. werden mit einem Zweitwagen absolviert (da sollte man sich über Leihautos, Auto im Reisezug etc. Gedanken machen und in welcher Familie gibt es bei uns am Land nicht zumindest mehr als ein Auto!! ). Aber mehr als einmal im Monat ist dass die Ausnahme. Also Leute, ran an die Elektroautos, sorgt für einen Innovationsschub in Sachen Elektromobilität, Batterieforschung, Umweltschutz die Zukunft unserer Kinder und des Menschen. Nur wenn Geld fließt (zu verdienen ist, leider!!) werden auch große Firmen in dieses Geschäft einsteigen und einen raschen Umstieg herbeiführen. Ändere Deine Einstellung zur Mobilität dahingehend, dass nicht das Ankommen mit 100-300 PS (KW) oder noch mehr, das Ziel ist, sondern das hinkommen. Nicht dass wie schnell, sondern das Ankommen entscheidend ist. Mit maximal 80-90 km/h hinzukommen, verringert sicher ganz erheblich das Unfallrisiko und die Unfallfolgen!!! Lass Dich durch einfach irreführende Aussagen von Experten nicht verwirren. Ein Großteil der Autos werden in der Nacht geladen werden, in Zeiten wo ein Überangebot an Strom besteht. Bei Tag wenn die Sonne scheint werden wir mit Photovoltaikanlagen oder Windkraft den Strom für das Aufladen der Autos bereitstellen können. Auch die Aussagen, das Strom durch fossile Brennstoffe Kohle oder Öl hergestellt werden müssen, kann ich so nicht im Raum stehen lassen! In einer großtechnischen Anlage lassen sich diese Brennstoffe doch wesentlich effektiver und umweltfreundlicher verbrennen als in einem Auto. Dezentralisierte Einheiten lassen sich auch zu Bereitstellung von Wärme nutzen, was den Wirkungsgrad solcher Anlagen erheblich verbessert (nur 30-40 % der Energie in einem Auto mit Verbrennungsmotor lassen sich als Bewegungsenergie nutzen bei einem E-Auto immerhin 80 % der Energie, bei einer Kraft-Wärmekupplung können 80-90 % der Energie genutzt werden). Über die Möglichkeiten eines intelligenten Stromnetzes mit E-Autos als Zwischenspeicher soll an dieser Stelle nur angedacht werden. Lass Dich durch angeblich hohe Anschaffungskosten nicht abschrecken. Es stimmt, die Anschaffung kostet mehr, der Betrieb mit Batterieleasing und den Kosten für den Strom sind nicht viel geringer, vor allem bei Autos mit geringen Verbrauch. Hybridmodelle sind teuer als reine E-Autos, es gibt staatliche Förderprogramme, du zahlst weniger Steuern und hast keine Servicekosten, 100 gefahren km kosten mich € 13.- (mit € 173 / Monat Batterieleasing) gegen € 12,00 (beim Dieselverbrauch von 10 l / 100 km unter dem habe ich es vorher nie geschafft), in Summe spare ich mir im Jahr durch meine PV Anlage ca. € 1500,00.
    Vom guten Gefühl mit dem E-Auto unterwegs zu sein will ich erst gar nicht reden.

  8. Jörg Dirksen says:

    Hallo liebe Elektroautofahrer,
    anbei ein kurzer Bericht meinerseits.
    Bin seit etwa 5 Jahren elektrisch mit einem citroen saxo und einem peugeot unterwegs. Aufgrund Familienzuwachs muss nun ein größeres Fahrzeug her.
    Der Kangoo maxi wär der Richtige.
    Bin nun letztes Wochenende einen Probe gefahren, leider hatte der Verkäufer nähe München nur mit dem Notstromladekabel auf ca.97% geladen , da das Mennekes-Kabel noch den Typ1 Anschluss aus Frankreich hatte. Der Kangoo ist direkt aus Frankreich eingetroffen , ist Bj 9.2011 und hat etwa 4500km. Die Reichweitenanzeige gab dann auch nur 80km an. Die bin ich bei 2 grad mit Heizung im hügeligen Freising gefahren , mit Rest 4 km kam ich beim Verkäufer wieder an.
    Nun meine Frage sind 80km bei 97 % nicht etwas zu wenig? Sind die Batterien wohl vom Wenigfahren eher geschwächt? Sollte ich da besser mal einen Batterientest machen lassen oder muss ich mit einer 80 km – Reichweite bei 2 grad zurecht kommen?

    Nachhaltigste Grüße aus der Oberpfalz , Jörg

  9. Stefan Mair says:

    Hallo Elektrofahrer,

    bin stolzer Kangoo ZE besitzer seit 2 Wochen also die neueste Generation, und kann nur sagen macht richtig Spaß.
    Ich nutze den Kangoo rein als zur und von der Arbeit Auto. 30 km morgens und 30 abends wieder retour, und das 6 Tage die Woche.
    unter Tags, hängts am Stecker und lädt, da macht auch die lange Ladezeit mit dem Notladekabel (Wall Box kommt erst) dann auch keine Probleme.
    Generell ist aber auch mit der Wallbox der Mangel einer Schnelladung sicher das größte Manko des Kangoo. Voll gelanden zeigt er mir im moment 121 km an, ist im Flachen auch locker zu schaffen,
    ich fahr aber morgens immer eine ca. 5 km steiles Autobahnstück, wo er megamäßig Energie saugt, dafür rekuperiert er am Abend dafür wieder umso mehr bergab. Wenn man im Eco Modus auf der Autobahn mit 95kmh rollt, sind 140 km kein Problem.
    Die Zusatzheizung hat sich als Goldrichtige Entscheidung herausgestellt, hier bei uns in Tirol ohne Zusatzheizer nicht zu denken, das wird nur mit der normalen Heizung nie warm.
    R Link ist auch klasse, Navi funktioniert super, Klima auch, kann man sich nicht beklagen. Mangelndes Ersatzrad kann mal ein Thema werden, die Elektropumpe wird aber mitgeliefert.

    Schöne Grüße aus Tirol

  10. Ulrich Flachmann says:

    Zum Kangoo maxi Z.E. 5-Sitzer

    Hallo E-Mobile – Interessierte!

    Keine Angst vorm Akku-Antrieb!
    Hier meine Erfahrungen:

    Die Diskussionen um den CO2 Ausstoß und die Klimaerwärmung lässt mich nicht kalt und so habe ich letztes Jahr beschlossen: beim nächsten Autowechsel muss es ein E-Mobil sein!

    Als E-Bike-Fan war für mich der Schritt zum E-Mobile nicht mehr weit!
    Nach langjähriger Erfahrung mit meinem E-Bike habe ich Vertrauen in die Akkutechnik gewonnen, schließlich habe ich meine Ziele immer erreicht!
    Voraussetzung ist die Abschätzung: Schaffe ich die Distanz mit der mir zur Verfügung stehenden Reichweite? – Wenn sich abzeichnet, dass die Akkukapazität sich dem Ende neigt, drosselt man den Verbrauch, beim Fahrrad durch mehr Strampeln und beim Auto mit weniger Vollgas! Das kann man sehr gut beeinflussen!

    Auf der Überführungsfahrt meines Kongoo- Stromers ging es gleich zur Sache:
    106 Kilometer über die Autobahn galt es zu bewältigen! (realistische Reichweite des Kangoo entspricht maximal 120 km aufgrund des kastenförmigen sperrigen Aufbaus)

    Eine Anzeige, ähnlich eines Drehzahlmessers, mit einem grünen Bereich der am Ende mit einem roten Bereich zeigt an, ob der Verbrauch vertretbar oder übertrieben hoch ist.

    Bei Vollgas und Höchstgeschwindigkeit 130 km/h zeigt die Nadel den roten Bereich an.
    Um im grünen Bereich zu bleiben ist 80 km/h das richtige Tempo, am Berg muss man schon mal auf Tempo 50 herunter.

    Letztendlich konnte ich mein Ziel erreichen und hatte noch eine Restweite von 19 km lt. Anzeige. Und weil ich es wissen wollte habe ich die auch noch verbraten, einmal den Berg herunter und zurück hat der Kangoo dann auch noch geschafft!- Alles nur Vertrauenssache!

    Fazit: Als Zweitwagen für den Nahverkehr ist das E-Mobile völlig ausreichend!
    Dies ist jetzt mein 4. Kangoo, der alle Besorgunsfahrten im Umkreis zu erledigen hat und im Jahr 15.000 km absolviert.

    Im Nahbereich darf man richtig Gas geben und die elektrische Beschleunigung genießen!
    Das „Auftanken“ erledige ich zu Hause: abends den Stecker ´rein und morgens ist „der Tank“ wieder voll!

    Zentrale Ladestationen sind meines Erachtens völlig überflüssig!
    Die nächste Station am Ort ist nur 1,5 km entfernt und ich könnte dort kostenfrei aufladen.
    Die Ladezeit, wenn ganz leer, beträgt dort nur 3 Std. (zu Hause an der 220 V Steckdose bis zu 12 Std.) das entspricht 5 €, die ich einsparen könnte. In der Realität ist der Akku abends nur halb leer und wegen 2,50 € Einsparung fahre ich nicht zur Ladestation und stelle mich 1,5 Std. daneben!

    Nach vier Wochen und 1000 km Nutzung kann ich sagen:
    Den Kauf des Kangoo Z.E. habe ich nicht bereut!

    Elektrisierte Grüße aus Deutschland

  11. meisteredermuc says:

    ich habe einen Renault elektric kangoo bj 2001 und habe gerade ein Problem mit der Elektrik . gibt es jemanden der mir mit rat und tat beistehen könnte ? ich komme aus münchen

  12. Thomas Übleis says:

    hello liebe Alle,
    ich überlege einen Kangoo ZE MAxi (ab Bj. 02 2013) zu kaufen. Auf was soll ich aufpassen? Wie schauts mit der Lademöglichkeit aus? (Kabel).
    Danke u. lG übi

    • Ulrich Flachmann says:

      Im Dezember 2015 habe ich meinen Kangoo Z.E. gebraucht gekauft, Baujahr 2012. Als Ladekabel war dabei eine Ausführung für die öffentlichen Ladestationen und ein „Notladekabel“ für die 220 Volt- Steckdose.
      Die Praxis zeigt, dass es am sinnvollsten ist, zu Hause aufzuladen. Sobald mein Kangoo unterm Carport steht schließe ich an. So steht mir immer genügend Reichweite zur Verfügung.

  13. Lutz Ebers-Lehmann says:

    Okay, die Reichweite finde ich jetzt nicht so prall, wenn man überlegt das es den ZOE inzwischen mit einem (realistisch) 300km Akku gibt. Wohl auch Renaults Antwort auf das Model 3 von Tesla. Bei deutschen Herstellern braucht man eh nicht zu schauen.

    Aber, interessant ist er für mich.
    Ich lebe seit 3 Jahren in den Niederlanden, im Grenzgebiet zu Deutschland und will mich selbständig machen. Bin gelernter Gebäudereiniger. Denke das es sich bestimmt gut macht beim Kunden mit einem Elektrofahrzeug vor zu fahren, nur unser Twizy ist da bissel zu winzig ;)

    Allerdings wäre es dann interessant mal etwas von Leuten zu hören, die den Kasten fahren, idealerweise auch darüber wie weit das Fahrzeug mit Zuladung kommt und eventuell mit Leitern auf dem Dachträger (weil Luftwiderstand)

    Laden ist hier auch unterwegs kein Problem, es gibt die zahlreichen Fastned-Stationen entlang den Autobahnen, Abo gibt es für Pauschal 99€/Monat und so viel Laden wie man will.

    • Ulrich Flachmann says:

      Meinen Kangoo Z.E. fahre ich seit einem Jahr und habe 12.000 km zurück gelegt. Die Überführungsfahrt betrug fast 120 km. Die konnte ich schaffen weil die Bedingungen passten: Autobahn mit wenig Steigungen bei Tempo 80 km/h. Im Alltag trete ich aus Gas, fahre im Hügelland auf und ab und schaffe so 60 km mit einer Ladung. Wenn der Tag mehr Kilometerleistung verlangt, lade ich in der Mittagspause schon mal.
      Für meine Bedürfnisse reicht das E-Auto zu 95%. Mein Benziner steht meist rum und ist zum Zweitwagen degradiert worden. Die ganze Familie liebt den Kagoo wegen seiner angenehmen Fahrweise!

      Im ersten Halbjahr glaubte ich mit dem für die Schukosteckdose vorgesehenem Notladegerät zurecht zu kommen. Das war ein Trugschluss! Die Steckdose schmolz dahin, wegen der hohen Dauerbelastung. Inzwischen habe ich eine Schnellladestation, die auch eine komfortabel kurze Ladezeit bietet!

      Alles in allem, für mich gibt es keine bessere Alternative!

  14. Tim Dorsemagen says:

    Der Kangoo Z.E. könnte DAS Elektroauto sein welches den Durchbruch bring. Als Enkel des R4 Kastenwagen hat er hohes Potenzial als Service Wagen in der Stadt und gleichermaßen ist er für Familien und Freizeit Auto ( Fahrrad , Camping , Sport) super geeignet und beliebt. Umso weniger kann ich nachvollziehen, dass sich Renault so schwer tut, den Kangoo entsprechend zu vermarkten. Es wäre ein leichtes , ihn schnellladefähig zu machen. CCS ist europäischer Standard und die Technik des ZOE ist fertig entwickelt. Die FA. Kreisel aus Graz hat in einem VW Caddy einen 60kwh! Akku untergebracht. Es sollte also für Renault kein Problem sein min 40 – 50kwh anzubieten. Mit etwas mehr Ladeinfrastruktur hätte man einen voll nutzbaren Erstwagen . Ich kann mir diese Modellpolitik nur so erklären , dass gezielt verzögert wird. Darin scheinen sich die fossilen Hersteller einig zu sein.

  15. Peter Hesling says:

    Hallo,
    ab herbst wird ein stärkerer Akku im Kangoo Z.E. angeboten.Leider nur mit 31 kwh und nicht 40 wie beim Zoe.
    Der Kangoo soll damit ca. 270km damit laufen.
    ciao

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