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22. April „Tag der Erde“

Earth Day Flagge

So schaut die inoffizielle Flagge zum Tag der Erde aus. Quelle: Wikipedia/John McConnell

Gestern war der „Tag der Erde“. Google zeigte dies sehr sch√∂n mit einem ihrer zu unterschiedlichen Anl√§ssen k√ľnstlerischen Google-Logos, den Google-Doodles, mit einem aus aus Blumen geschriebenen „Google“, welches animiert war und bunt anfing zu bl√ľhen. Mir war dieser „Earth Day“ anf√§nglich selbst nicht bekannt, da er aber meiner Meinung nach gut zum Thema nachhaltiger Mobilit√§t passt, m√∂chte ich hiermit gerne darauf hinweisen.

Der Tag der Erde (englisch¬†Earth Day) wird allj√§hrlich am 22. April in √ľber 175 L√§ndern begangen und soll die Wertsch√§tzung f√ľr die nat√ľrliche Umwelt st√§rken, aber auch dazu anregen, die Art des Konsumverhaltens zu √ľberdenken. (Zitat aus Wikipedia)

Der „Earth Day“ hat mit 1970 in den USA offiziell Bedeutung erlangt und wird seit 1990 weltweit als Feiertag begangen – eben auch mit dem Ziel, die Mutter Erde zu respektieren, den Umweltschutz zu f√∂rdern und gemeinsam nach neuen Wegen zu suchen, um den CO2-Aussto√ü von Industriel√§ndern bis 2020 zu halbieren.

Wie wir ja alle wissen, ist gerade der Autoverkehr (Pkw und Lkw) einer der Hauptverursacher des so sch√§dlichen Treibhausgases Kohlendioxid. Da Elektroautos lokal √ľberhaupt keinen Gramm dieses giftigen Gases bilden, liegt es nahe gerade die Elektromobilit√§t als Ansatz zu nehmen, um den gesteigerten CO2-Aussto√ü weltweit zu verringern. Viele Skeptiker m√∂gen einsehen, dass mit Strom betriebene Autos, kein CO2 frei setzen, aber meistens kommt dann gleich das Argument, dass der Strom nicht immer sauber erzeugt wird und die Produktion von Elektroautos auch viel Energie verschlingt.

Was sind das jedoch f√ľr eigenartige Argumente, die von einer einseitiger Betrachtungsweise herr√ľhren. Verbraucht die Herstellung von Benzinautos denn weniger Energie? Und wird jemals die Herstellung von Benzin beim Verbrauch von Benzinautos herangezogen? Der Treibstoff sprudelt ja schlie√ülich nicht bei der Tankstelle aus dem Boden, sondern 5.000 km und mehr entfernt aus √Ėlquellen im Iran oder Irak. Dort wird er anfangs mit viel Energieaufwand gef√∂rdert, dann √ľber √Ėlpipelines oder mit Schwer√∂l betriebenen Tankschiffen um die halbe Welt gefahren. In Europa angekommen wird er wieder mit enormen Energieaufwand in Raffinerien zu Benzin verarbeitet. Ja und last but not least wird er dann mit schweren Lkws durchs Land gekarrt, um bei Tankstellen endlich an die Zapfs√§ulen zu geraten.

Wenn man bedenkt, dass er dann mit dem geringen Wirkungsgrad von ca. 15 bis 25 % in den Autos verbrennt, kann man sich ausrechnen, dass da ziemlich wenig von der insgesamt aufgewendeten Energie √ľber bleibt. Davon abgesehen sollte man neben den ganzen CO2-Diskussionen nicht vergessen, dass Verbrennungsmotoren noch ganz andere giftige Gase und vor allem viel Feinstaub emittieren. So ist der Stra√üenverkehr mit ca. 70 % der Hauptverursacher von dem sehr giftigen Kohlenmonoxid (CO), mit 60 % Stickstoffoxid (NO) ist er weiters an der Gesamtemission beteiligt. Feinstaub wird mit 10 %¬† des Gesamtaussto√ües angegeben und mit 50 % ist er noch einer der Haupt-Verursacher von fl√ľchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOC).

Aber leider richtet sich der Fokus der Medien, Wirtschaft und der Politik meistens √ľber einen bestimmten Zeitraum auch nur einer bestimmten Sache. Waren es in den 1980er Jahren der „saure Regen“, der die Umweltdiskussionen dominierte, so ist es nun das CO2, welches bis zum Abwinken zu Tode thematisiert wird. Doch die Erde und deren Atmosph√§re, da sind wir wieder bei dem Gedanken des weltweiten „Earth Day“, ist weit aus komplexer aufgebaut. Da spielen so viele Faktoren zusammen, die f√ľr einen reibungslosen Ablauf verantwortlich sind. Und der Elektromotor respektive die Elektroautos k√∂nnten da einen enorm gro√üen Beitrag leisten, dass eben kein einziges giftiges Gas oder gesundheitssch√§dliches Feinstaubpartikelchen in die Luft geblasen wird.

Wer wei√ü, vielleicht gibt es eines Tages dann einmal den „Tag des Elektromobils“ und der „Tag der Erde“ wird es ihm danken. {:-)

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