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Ein Jahr vollelektrisch unterwegs mit dem Renault ZOE

Renault ZOE

Foto: Stefan Kopeinig / Elektroautor.com

Von Co-Elektroautor Stefan Kopeinig: Am 2.1.2014 war es soweit. Mein neuer Renault ZOE Intens stand bei meinem Kärntner Händler zur Abholung bereit.

Zwar war das Mitte September bestellte Elektrofahrzeug bereits Anfang Dezember geliefert worden, aufgrund diverser Qualit√§tsm√§ngel verweigerte ich jedoch vorerst dem H√§ndler die Abnahme des Fahrzeuges und bestand auf Nachbesserung. Diese wurde nach anf√§nglichem Widerstand und einige Wochen sp√§ter schlie√ülich auch durchgef√ľhrt. Hier ein Auszug dessen, was man damals unter einem „Neuwagen“ verstanden hatte (Lacksch√§den an den Fahrzeugkanten, Lacknasen und einen Lackeinschluss auf der Kante der Motorhaube)…

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Bestellt hatte ich einen ZOE in der Ausstattung Intens mit den originalen 17 Zoll Alufelgen „Tech Run“ sowie in der Sonderlackierung „perlmutt wei√ü metallic“

Mit 80 km am Kilometerzähler und fast vollem Akku ging es los

Da es Winter war – und ich mich nat√ľrlich entsprechend vorbereitet und eingelesen hatte, fuhr ich in einem gem√ľtlichen und Batterie-schonendem Tempo in Richtung nachhause. Dort angekommen gab es erstmal eine kleine Fotosession – trotz der 15 Zoll Stahlfelgen statt der 17 Zoll Alufelgen. ;-)

Der ZOE funktionierte wie er sollte

Bis heute gab es technisch kein einziges Problem. Sehr wohl aber einige im Bereich der Karosserie und des Innenraums Рvor allem haptischer und Verarbeitungs-technischer Natur. Da war zum einem die bereits am Werk zerkratzte R-Link Blende, die mir nach kurzer Zeit auffiel und die ich sofort beim Händler reklamierte und zu allem Übel dann auch noch falsch geliefert wurde (nämlich jene des Zoe Zen).

Eine lustige Situation, die ich nie vergessen werde war, als der Verk√§ufer zu mir meinte: „Naja also das schaut sicher auch nicht schlecht aus – die wei√üe Abdeckung des R-Link in einem schwarzen Interieur. Ich finde das sieht gut aus. Dann w√§re Ihr Zoe einzigartig“. Im selben Moment kommt der Mechaniker und sagt: „Also passen w√ľrds schon aber ganz ehrlich das sieht sowas von Sch**** aus, das passt nicht zusammen vom Design her“.

Die Zukunft war zuhause angekommen

Erstmal die √∂rtliche Typ 2 2×22 kW Ladestation aufsuchen. ZE Ready zertifiziert hie√ü es. Und bis heute funktionierte ladetechnisch auch fast immer alles anstandslos – ZOE war nie das Problem. Es war stets der Anschluss oder die Lades√§ule.

Renault ZOE

Foto: Stefan Kopeinig / Elektroautor.com

Beim Laden kommen die „Leit zam“

Die Monate vergingen, das 1. √Ėsterreichische ZOE Treffen in Graz fand statt, mehrere Events, darunter auch das allj√§hrliche GTI Treffen, bei dem ich mich in Reifnitz demonstrativ an die dortige Lades√§ule stellte – die ZUF√ĄLLIG genau neben der VW Plattform war. Herrlich.

Jede Fahrt vorbei an der fossilen Tankstelle bestätigt einem, absolut richtig gehandelt zu haben. Viele Freundschaften wurden geschlossen. Mit anderen ZOE Fahrern, Elektroauto-Fahrern, Fans und Freunden der Elektromobilität und vielen mehr.

ZOE-Treffen Graz 2014

1. √Ėsterreichisches Renault ZOE-Treffen in Graz 2014

„Beim Reden kommen die Leit zam'“, lautet ein altes Sprichwort in √Ėsterreich. F√ľr das 21. Jahrhundert sollte der Spruch nun lauten: „Beim Laden kommen die Leit zam'“

Highlight des Jahres – neben dem ZOE Treffen – war definitiv die Reise nach Kroatien mit einem anderen ZOE Fahrer aus √Ėsterreich. Den Bericht dazu gibt es hier:
Mit dem ZOE nach Kroatien ans Meer

Foto: Stefan Kopeinig / Elektroautor.com

Foto: Stefan Kopeinig / Elektroautor.com

Der Sommer hielt Einzug. Es wurden viele weitere Kilometer rein elektrisch zur√ľckgelegt.

Passt, wackelt und hat Luft…

Im Herbst kam der Tausch des Armaturenbrettes dran. Zus√§tzlich immer wieder Kleinigkeiten wie wackelnde Scheiben, wackelnde Schalttafeln an der Fahrert√ľre usw. Technisch gab es jedoch nie Probleme. Es blieb einzig und alleine bei Verarbeitungs-technischen M√§ngeln. Einstiegsleisten sowie die Mittelarmlehne, andere Fu√ümatten und die Kofferraumwanne wurden nachger√ľstet und der ZOE so ausstattungstechnisch (fast) ans Maximum gebracht.

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Bis zum 02.01.2015 habe ich 13.700 km zur√ľckgelegt. Laut Service im Dezember 2014 (Kosten 82 Euro!) betr√§gt der SOH (Gesundheit) der Batterie noch 99%. Hervorragend.

Auf ein weiteres, fehlerfreies und vor allem unfallfreies Jahr mit – vor allem Reichweiten- und ladetechnisch gesehen – einem der besten Elektrofahrzeuge auf dem Markt.

  Besonderer Dank geht an folgende Personen/Seiten:

  • Volker A. – Chefredakteur des Elektrouto-Portals: www.elektroautor.com
  • Harald R. – E-Fan, Tesla Fahrer und guter Freund: www.rh-solar.com
  • Hans S. – Elektromobilist aus einer Zeit, wo es noch keinen ZOE gab ;)
  • Michael M. – Zoe Fahrer der ersten Stunde (mit wohl den meisten Zoe-Kilometern in ganz K√§rnten)
  • Harald K. – Zoe Fahrer und Experte, Begleiter und Guide auf der Fahrt nach Kroatien
  • Tesla Motors – f√ľr die Erfindung des besten Autos aller Zeiten: www.teslamotors.com
  • GoingElectric.de – Gro√ües Elektroauto Portal und Forum: www.goingelectric.de/forum
  • Teslamag.de – Magazin rund ums Thema Tesla Motors: www.teslamag.de
  • Family of Power – Nachhaltigkeit, Car-Sharing: www.familyofpower.com
  • KELAG und Lebensland K√§rnten (IAM) – f√ľr die Errichtung der vielen Typ 2 und
  • Triple-Charger Ladestationen (Kelag) in K√§rnten – www.kelag.at und www.lebensland.com
  • E-Tankstellenfinder Team – f√ľr das gesamte Projekt: www.e-tankstellen-finder.com
  • Renault – f√ľr …. na ja ihr wisst schon warum: www.renault.at

…. und selbstverst√§ndlich alle anderen, die hier nicht explizit erw√§hnt, wohl aber genauso wichtig im letzten Jahr gewesen sind (und sicher noch bleiben!).

Es war einmal ein Verbrenner…

PS: Vor einem Jahr musste ich auch von einem sehr treuen und guten Gefährten Abschied nehmen. Im Gegensatz zu meinem Ersten, fiel es mir bei ihm besonders schwer. Ausgestattet mit viel Luxus (BiXenon Scheinwerfer, 710W DVD HDD Navi Soundsystem Rockford Fosgate, Volllederausstattung, elektrischen Sitzen mit Sitzheizung, Klimatronik uvm.) trat der ZOE die Nachfolge meines getreuen 2011er Mitsubishi Lancer Sportback Instyle 1.8 DI-D an.

Trotz seines „falschen“ Antriebs ein sehr gutes Fahrzeug, dessen Image hierzulande weit schlechter gewertet wird, als es es tats√§chlich verdient h√§tte. W√ľrde es den Lancer rein elektrisch geben, w√§re die Entscheidung klar gewesen – und das bis zum heutigen Tage.

Foto: Stefan Kopeinig / Elektroautor.com

Foto: Stefan Kopeinig / Elektroautor.com

3 Kommentare

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