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Elektroautos haben keinen Auspuff – und das ist gut so! (Video)

„Naa no naa!“ – werden sich jetzt vielleicht die Österreicher/innen unter den Lesern denken – was so viel heißt wie „is ja eh klar“. Neben den beliebtesten Vorurteilen wie z.B. geringe Reichweite und zu hohen Anschaffungskosten ist vielen nicht wirklich bewusst, wie günstig der Erhalt eines Elektroautos kommt. Von den geringen Energiekosten von derzeit ca. € 2,-/100 km einmal ganz abgesehen, wird einem der Weg in die Werkstatt viel öfter erspart bleiben.

Der Elektromotor ist im Prinzip zur Gänze wartungsfrei und da gibt es so viele Teile, die nicht kaputt gehen können, da es sie überhaupt nicht gibt. Das sind z.B.:

Getriebe, Nockenwelle und Gangschaltung
Kupplung
Vergaser
Zündkerzen
Keilriemen und Zahnriemen
Luftfilter und Ölfilter
Kühlerflüssigkeit (die meisten Elektroautos sind luftgekühlt, es gibt aber auch wassergekühlte)
Motoröl
Kraftstofftank und Kraftstoffpumpe
Auspuff, Schalldämpfer und Katalysator
etc…….

Tja – und an die Anfälligkeit des Auspuffes bin ich vorm Wochenende durch meinen 4 Jahre alten VW Caddy lautstark erinnert worden. Auf der Autobahn bemerkte ich, dass der Auspuff anders klingt und beim Abfahren von der Autobahn war es auf einmal so ohrenbetäubend, dass ich gedacht habe, mir fliegt mein „postmodernes“ Ottomotor-Auto jeden Moment um die Ohren. Bis zu 100 db konnte ich mithilfe meines iPhones im Auto messen. Wow! Da braucht man keinen Porsche 911er mehr, um an Tinnitus zu erkranken.  Jetzt kümmert sich zum Glück meine verlässliche VW-Werkstatt in Wels darum, so dass mein Auto wieder nachbarschaftstauglich wird.

Am liebsten würde ich meinen Caddy zu einem E-Auto umbauen lassen, aber das ist hierzulande noch eher wenig Thema – auch ist das finanziell nicht so ganz rentabel. Für mich war es ein Wink mit dem Zaunpfahl und hat mein Vorhaben wieder untermauert: Mein nächstes Auto wird auf alle Fälle ein Elektroauto! Und wenn VW hoffentlich bisserl „Gas/Strom“ gibt, wird das dann vielleicht doch noch ein elektrischer VW Bulli oder sogar ein E-Caddy – wer weiß. :-)

… ein Kaffee für den Autor ;-)… ein Kaffee für den Autor ;-)

  1. ey, guter spruch, alda! würde mir abgehen bei einem e-auto. tipp: auspuff-sound-app entwickeln.

    • Das mit Sound-Apps ist garnicht so weit hergeholt. Ford hat sogar für ihren Focus Electric einmal in Facebook eine Abstimmung gehabt, wo man bekannt geben sollte, welcher Sound einem für das Auto am besten gefallen würde. Viele sind ja der Überzeugung, dass man bei Elektroautos, die zweifelsohne sehr leise sind (was ja ein Riesen Vorteil ist) bis 30 oder 40 km/ künstliche Geräusche erzeugen müsste. Aber ich empfinde das als sehr kontraproduktiv, da gerade der Lärm neben der Luftverschmutzung bei Autos sicher auch eines der größten Probleme ist.

      Mit den vielen elektronische Möglichkeiten (Assistenzsystemen) in den heutigen Autos, wäre es sicher kein Problem ein Auto mit Warndetektoren (ähnlich denen bei den Stoßstangen) auszustatten, die einerseits den Fahrer und den Passanten mit einem Warngeräusch warnen könnte – oder auch durch Bremsen eingreift. So hätte man den Vorteil, dass das Auto leise bleibt und sicherer als jedes Benzinauto wird.

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