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Karabag New 500e – Neuauflage mit neuen günstigeren Preisen

auto motor und sport berichtet, dass der Hamburger Autoumrüster Sirri Karabag einen preiswerten Elektroumbau für den Fiat 500 angekündigt hat. Die Leasing-Konditionen für den New 500e sind dem Unternehmer zufolge günstiger als für einen vergleichbaren Benziner. Die monatliche Rate mit einer Fahrleistung von bis zu 1.000 Kilometern beträgt nach Angaben des Herstellers 299 Euro. Mit Versicherung und Strom kämen pro Monat rund 370 Euro zusammen. Für einen Benziner müsse man bei 200 Euro Leasing-Gebühr plus Unterhalt und Betriebskosten rund 410 Euro kalkulieren. Noch in diesem Jahr will Karabag rund 300 Autos auf die Straße bringen.

Beim New 500e handelt es sich um eine überarbeitete Version des Fiat-500-Umbaus, den Karabag seit rund zwei Jahren anbietet. Um Kosten und Stromverbrauch zu reduzieren, kommt ein neuer E-Motor mit 28 kW (38 PS) Leistung statt bisher 30 kW (41 PS) zum Einsatz. Damit ist ein Spitzentempo von 105 km/h möglich.

Auch an den Akkus wurde gespart, wodurch die Reichweite pro Batterieladung von 140 auf rund 100 Kilometer schrumpft. Aus Sicht des Umrüsters ist das kein Problem, da Autofahrer in Deutschland pro Tag selten mehr als 30 Kilometer zurücklegten.

Foto: RWE - Karabag 500e im e-mobility-Design von RWE

Fortschrittlich ist, dass Karabag sein Fahrzeug als einer der ersten Hersteller mit einem induktiven Ladesystem ausrüstet. Dann genügt es, mit dem Kennzeichen gegen eine spezielle Platte auf dem Parkplatz zu fahren, um die Akkus wieder aufzufrischen.

Als weitere Neuerung plant das Unternehmen für das kommende Jahr einen Reichweitenverlängerer. Dieser Verbrennungsmotor, der während der Fahrt Strom für den E-Antrieb erzeugt, soll nicht wie bei anderen Herstellern fest im Auto installiert werden. Der Range Extender wird laut Karabag in einem Koffer stecken, der mitgenommen werden kann, wenn eine längere Reise ansteht. Bei der Heizung setzt man beim New 500e auf eine Bioethanol-Standheizung, die im Winter die Batterie entlastet.

Mein Fazit: Natürlich ist es sehr zu begrüßen, dass sich Hersteller von Elektroautos Gedanken machen, wie man diese günstiger machen könnte. Dass aber dies auf Kosten der so wichtigen Reichweite und der Leistung geht, finde ich nicht den richtigen Ansatz. Der richtige Weg wäre wohl beim neuen Modell eine deutlich höhere Reichweite bei gleichbleibenden bzw. günstigeren Preis anzubieten. Auch wenn dies aus der Sicht der Hersteller vielleicht nicht gleich nachvollziehbar ist, würde sich dies längerfristig rechnen und vor allem das Image der Elektroautos verbessern.

Betrachten wird doch mal andere Produkte, die stets Neuerungen unterworfen sind – wie z.B. Computer. Diese erleben ein Upgrade nach dem anderen, welche höhere Leistung, stärkere Prozessoren und höheren Taktfrequenzen versprechen. Der Preis bleibt meist gleich oder wird oft noch günstiger.

Es ist einfach eine Frage der Zeit bis Akkus für den Otto-Normal-Verbraucher (dieser sollte besser nichts mit dem Otto-Motor am Hut haben g*) günstiger werden. Um diese Zeit und Preishürden zu überbrücken, wären natürlich Förderungen der EU und der eigenen Staaten sehr hilfreich. Dann wäre wahrscheinlich auch ein Karabag 500e mit 200 km Reichweite zum selben Preis denkbar.

Die Idee, einen mobilen Range-Extender anzubieten, finde ich eigentlich originell. Andererseits sollte es eigentlich das Ziel sein, Elektroautos zu bauen, die keinen einzigen Tropfen Benzin oder Ethanol benötigen, weder für Heizung noch für eine größere Reichweite. Bei der Heizung könnte man auf Systeme mit Wärmepumpen setzen, die ähnlich wie bei Häusern die Umgebungswärme nutzen und bei Akkus sollte man vielleicht den Fokus nicht nur auf Lithium-Ionen-Systeme setzen. Es gibt mittlerweile schon einige Hersteller, die serienreife Systeme haben, welche Reichweiten von 300 bis 600 km ermöglichen. Man denke hier nur an Tesla, BYD und dbm energy.

Weitergehende Informationen:
www.auto-motor-und-sport.de
elektroauto.karabag.de

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