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Kia Soul EV geht 2014 auch außerhalb Asiens in Serie

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Foto: Auto-Medienportal.Net/Kia


Von Kia gibt es Erfreuliches zu berichten. Hat man bis jetzt elektrisch betriebene Fahrzeuge nur für den asiatischen Markt vorgesehen, soll jetzt der Soul 2014 auch in Europa unter Strom gesetzt werden.

Kia bringt in der zweiten Jahreshälfte 2014 eine vollelektrische Version des Soul in den Handel. Der Soul EV wird das erste rein elektrisch betriebene Serienmodell sein, das die Marke außerhalb Koreas anbietet. Für einen groß angelegten Praxistest hat der Automobilhersteller den Kia Ray EV, der Ende 2011 in Korea eingeführt wurde, Regierungsbehörden und öffentlichen Verwaltungen zur Verfügung gestellt.

Der Kia Soul EV lehnt sich optisch eng an die zweite Generation der Baureihe an, die auf der IAA 2013 ihre Europapremiere feierte. Dennoch ist die neue Version vom Design her eine eigenständige Modellvariante. Die Hochleistungsbatterie mit Lithiumionen-Polymer-Technologie (LiPoly) hat eine Kapazität von 27 Kilowattstunden und ermöglicht mit einer Akkuladung eine Reichweite von über 200 Kilometern.

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Das EV-Label auf dem Stromer von Kia. Die Farbe blau scheint ja beim „Branding“ von Elektroautos sehr beliebt zu sein (vgl. Renault, Nissan).

Im Vorfeld der Serienproduktion, die 2014 startet, durchläuft zur Zeit eine Flotte von getarnten Prototypen ein umfangreiches Testprogramm in Europa und Nordamerika sowie im zentralen Forschungs- und Entwicklungszentrum von Kia im koreanischen Namyang. Diese frontgetriebenen Prototypen basieren auf modifizierten Versionen des Soul und verfügen über einen Elektromotor, der eine Leistung von 81,4 Kilowatt und ein Drehmoment von 285 Nm mobilisiert. Die Kraftübertragung auf die Vorderräder erfolgt über ein Ein-Gang-Getriebe mit fixer Übersetzung.

Nach vorläufigen Messungen beschleunigt er in weniger als 12 Sekunden aus dem Stand auf 100 Stundenkilometer und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 145 km/h. Mit einem zum Fahrzeug gehörenden Ladekabel kann der Akku des Soul EV an jeder herkömmlichen Haushaltssteckdose aufgeladen werden. Ist er vollständig entladen, dauert der Ladevorgang an einem Standardanschluss (230 oder 240 Volt) etwa fünf Stunden. An einer Schnellladestation (100 Kilowatt) lässt sich der Akku in nur 25 Minuten zu 80 Prozent aufladen.

Der Kia Soul EV bewegt sich vor allem bei niedrigen Geschwindigkeiten nahezu geräuschlos. Zum Schutz von Fußgängern wird er daher über ein künstliches Motorgeräusch (Virtual Engine Sound System, VESS) verfügen, das bei Geschwindigkeiten von unter 20 km/h und beim Rückwärtsfahren aktiviert wird.

Der Soul EV wird unter anderem mit LED-Tagfahrlicht, LED-Rückleuchten und aerodynamisch geformten 16-Zoll-Leichtmetallfelgen angeboten. Zur Innenausstattung gehören eine spezielle Instrumentenanzeige und eine Zentralkonsole mit Acht-Zoll-Display.

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Den rein elektrischen Soul möchte man jetzt noch nicht so recht zeigen. Links das konventionell angetriebene Modell.  Foto: Auto-Medienportal.Net/Kia

Auch wenn es sich bei diesem Elektroauto offensichtlich nicht um eines von Grund auf für den Elektroantrieb konstruiertes E-Fahrzeug zu handeln scheint, lesen sich die Eckdaten sehr gut. Vor allem die Lithiumionen-Polymer-Technologie und die hohe Akku-Kapazität klingt interessant. Schön, dass ein weiterer Hersteller aus Nahost auch auf rein elektrische Autos setzt.
Quelle: ampnet

 

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  1. Jetzt weiß ich auch, was da vor 2 Tagen getarnt hinter mir hergefahren ist ;-)

  2. Pingback: Elektroauto-Neuzulassungen in Österreich enttäuschen im 3. Quartal 2014

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