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Leaf Tagebuch: Tag 07: Fachsimpeln am Stammtisch und Testride mit Freunden…

Das Elektroauto erhitzt die Gem├╝ter und ist immer wieder ein dankbares und oft kontroverses Thema – nicht nur im Internet, auch auf so manchem Stammtisch. So geschah es diesmal auch auf unserem allmonatlichen Alpenvereins-Stammtisch der Bergfexen in Salzburg. Bereits die Ank├╝ndigung per Mail, dass ich mit einem Elektroauto vorbeikommen werde und auch f├╝r Demonstrationsfahrten parat stehe, regte im Vorfeld einen regen E-Mail-Verkehr an.

Besser diskutiert es sich jedoch im Wirtshaus und mit Bergkameraden, die selbst bei BMW und Porsche angestellt sind, konnte das nur spannend werden. Mittlerweile habe ich ja schon einiges an Argumenten in meinen Schubladen, zum Gl├╝ck sind wir Alpenvereinler jedoch naturverbunden und somit sind die Vorurteile dem Elektroauto gegen├╝ber vielleicht weniger gro├č, wie bei anderen „Gesinnungen“.

Beschleunigung mit Funfaktor

Die besten Argumente kann man jedoch nicht durch pers├Ânliche Erfahrungen ersetzen. Zum Gl├╝ck bieter der Leaf 5 Personen gut Platz, wenn es jedoch hinten doch auch etwas eng geworden ist. Mit gro├čer Aufregung ging es dann auf eine kleine Spritztour durch Salzburg bei Nacht. Einmal das Gas- ├Ąh „Strompedal“ kurz angetippt und kreischende Freude – oder war es blankes Entsetzen {:-) machte sich im Auto breit. Meine Probanden waren dann doch sehr ├╝berrascht – einerseits von der tollen Beschleunigung, die einfach nahtlos von 0 km/h los geht, andererseits macht es immer wieder Spa├č zu sehen, wie verbl├╝fft die Menschen sind, dass man so gut wie nichts h├Ârt.

Nissan Leaf und Schafberg

Ist das nicht eine herrliche Umgebung bei uns im Salzkammergut – ideal zum Testen von leisen Elektroflitzern? Hier mit Blick auf den Schafberg (Mitte) und rechts die Drachenwand, N├Ąhe Mondsee. Hier noch auf dem Weg zum „Elektroauto-Stammtisch“.

Bei einem Kreisverkehr in der City testeten wir dann noch das Kurvenverhalten und das kann sich wirklich absolut sehen lassen. Ein sportlicher Audi-Fahrer aus unserer Runde konnte es kaum fassen, wie gut das Fahrzeug in der Kurve bleibt und das ohne einem einzigen Reifen quietschen. Die gute Stra├čenlage des Leaf r├╝hrt einfach daher, dass der Akku sehr schwer ist und dieser flach im Unterboden des Autos verbaut ist. Vielleicht kann man es ja fast mit einem Kiel eines Segelbootes vergleichen, obwohl aufstellen wird sich der Leaf dann doch nicht von selber. Man hat aber auch den Eindruck, dass das ESP vom Leaf gut arbeitet. Ein Rallye-Fahrer k├Ânnte aber solche Faktoren sicher besser beurteilen.

Falls der Leaf als Offroad-Version auf die Rallye Paris-Dakar geschickt werden sollte, w├╝rde ich mich jedoch gerne freiwillig als einer der ersten Elektro-Rallye-Fahrer zur Verf├╝gung stellen. {:-)

2 Kommentare

  1. der FUNFAKTOR ist – keineswegs zynisch gemeint – ein wesentliches Argument f├╝r das Elektroauto (den Leaf im Speziellen). Mit n├╝chternen Argumenten/Eigenschaften allein hat sich noch kein Produkt auf dem Markt durchgesetzt. Es macht schlicht und einfach Spa├č, ins Gas zu steigen und die unglaubliche Beschleunigung ohne dr├Âhnenden Motorenl├Ąrm zu genie├čen!

  2. Hallo Clezn,
    ich gib dir da v├Âllig recht. Nat├╝rlich ist – gerade f├╝r mich, da ich ja ein Blog zum Thema schreibe, der Umweltgedanke sehr wichtig, aber das Emotionelle ist bei Produkten heutzutage wichtiger denn ja.
    Man denke nur an Produkte wie das iphone von Apple, die Vespa, den Walkman, den iPod, etcÔÇŽ das sind alles Produkte, die Lifestyle definieren und schick und trendy geworden sind.
    Meiner Meinung nach hat das Elektroauto aber auch in dieser Disziplin das Zeug dazu. Aber leider ist die Akzeptanz und die Nachfrage zur Zeit noch sehr klein und mit Werbung und ├ťberzeugungsarbeite wird meiner Meinung nach in der ├ľffentlichkeit auch noch sehr gespart.

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