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my1.ECAR: Baggern mit beinahe Tesla-Geschwindigkeit

fliegender Bagger

my1ecar Renault ZOE Tagebuch

Tag 6 der Strombaustelle: Heute wird schweres Geschütz aufgefahren – die ortsansässige Baufirma aus der Nachbarschaft leistet vorbildliche Dienste beim „Kinetten ausheben“.

Das schöne am Leben ist, man lernt nie aus. Für das ca. 40 m lange Erdkabel muss ein Graben ausgehoben werden. Seit heute weiß ich, dass man genau so einen Graben (für Kabel oder Rohre), „Kinette“ oder auch „Künette“ nennt. Siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Aufgrabung 

Spezialist im Kinetten ausheben ist bei mir im Ort eine kleine Ein-Mann-Firma – Erdbau Paul Holzer. Um 7 Uhr pünktlich auf die Minute rückt er mit Lkw und Kleinbagger bei mir an. Während ich mir noch die Müdigkeit aus meinen Augen reibe, schwebt bereits der kleine Bagger über die Hainbuchenhecke meines Gartens.

Diese kleinen Bagger sind natürlich super praktisch, gerade wenn man so wie bei mir keine Zufahrt zum Garten hat (der Parkplatz fürs Elektroauto liegt auch außerhalb der Gartenhecke). Mit einer beinahe Punktlandung setzt der Bagger sanft auf meinem Grundstück auf. Und dann ging es ziemlich schnell zur Sache.

Paul baggerte sich mit seinem kleinen aber doch eine Tonne schweren Bagger mit Eiltempo durch meinen Garten. Als vorbildlicher Bauherr stell ich mich auch selbst in die Kinette hinein und helfe tatkräftig mit. Während Paul am anderen Ende bereits dabei ist, die Kinette mit dem darin platzierten Erdkabel und dem Leerrohr wieder zu zuschütten, kümmere ich mich um das Erdkabel selbst. Mancher von euch würde das Erdkabel vielleicht mit lockeren Schotter bedecken, um es vor spitzen Steinen zu schützen. Da die Erde bei mir aber sehr lehmig ist und die Zahl der Steine sich in Grenzen halten, beschließen wir, das Kabel mit der ausgehobenen Erde wieder zu bedecken.

Händisch habe ich zur Sicherheit das Erdkabel und den Leerschlauch mit ungefähr zehn Zentimeter weicher Erde bedeckt. So ist das robuste Kabel doch auch vor spitzen Steinen sicher. Nachdem die Kinette wieder gänzlich zugeschüttet ist, fährt Paul noch mit seinem „Pressluftstampfer“ darüber, um das Erdreich zu verdichten.

Vom Wetter her haben wir großes Glück gehabt. An den Tagen zuvor hat es in Strömen geregnet und heute sind vielleicht 10 Tropferln vom Himmel gekommen. Bei starken Regen wäre so etwas kein Spaß und manche Arbeitsschritte sind nur schwer durchführbar – so beispielsweise das Feststampfen des Erdreichs.

Schnell waren wir (bzw. Paul), in sechs Stunden war die Kinetten wieder zu und das Erdkabel hoffentlich gut verstaut eine Etage tiefer. Mit dem Ergebnis sind wir beide sehr zufrieden und auch einig: „A schiane Baustelln wars“ kann man da nur sagen.

 

… ein Kaffee für den Autor ;-)… ein Kaffee für den Autor ;-)

  1. Das Lied passt wirklich gut. Das hätte auf der Baustelle grad noch gefehlt. {:-)