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my1.ECAR: Montageschaumparty und schlafende Fledermaus

Renault ZOE Tagebuch 040

my1ecar Renault ZOE Tagebuch

Tag 3 der Strombaustelle: Der Rahmen des Verteilerkastens findet seine Bestimmung in der Wand. Mein Elektriker zĂŒckt gekonnt die Montageschaumpistole.

Die Vertiefung fĂŒr den Unterputzverteiler habe ich bereits gestemmt – obwohl etwas Feinschliff war noch vonnöten. Franz U., mein Elektriker, hat noch etwas nachgebessert, den Schrank einjustiert und dann wurde fleißig ausgeschĂ€umt. Der Montageschaum gibt dem Verteilerschrank den nötigen Halt. Zur Sicherheit hat Franz auch noch die RĂŒckwand ĂŒber sechs Bohrlöcher durchs Metall mit Schaum gefĂŒllt.

Im nĂ€chsten Schritt haben wir die verschiedenen KabeleinfĂŒhrungen verlegt. Links vom Verteilerkasten gehen zwei SchlĂ€uche weg: Einer fĂŒr das Erdkabel (5 x 10 mm2), wobei es nicht notwendig ist das gesamte Kabel in einem Schlauch im Erdreich zu verlegen. Der zweite Schlauch ist das sogenannte „Leerrohr“, das einen in der Zukunft davor bewahren soll, wegen einem spĂ€ter notwendig werdenden Kabel erneut aufgraben zu mĂŒssen. In meinem Fall könnte das ein eigener Stromkreis fĂŒr einen spĂ€teren Carport sein, oder ein Netzwerkkabel fĂŒr die Ladestation. Wie auch immer – so ein Plastikschlauch kostet nicht viel. Den Bagger nochmals zu bestellen viel mehr.

Von unten laufen die Zuleitungen des Energie AG-Verteilers in den Schrank, so auch die Erdung und ein Leerschlauch. Da in meinem Haus alle Stromkreise vom Dachboden aus verteilt werden, mĂŒssen diese auch dort hinauf. Zum GlĂŒck bietet die hinterlĂŒftete Holzfassade ausreichend Platz, um die SchlĂ€uche darunter verschwinden zu lassen. Fein sĂ€uberlich habe ich an der Ecke die kurzen Profilbretter abgeschraubt, die SchlĂ€uche verstaut und das Ganze wieder verschlossen.

Fledermaus verzögerte Bauarbeiten

Unter einem der Bretter hat sich ein neuer Mitbewohner niedergelassen. Seelenruhig schlief dort eine kleine Fledermaus. Mir war natĂŒrlich sofort klar – eine Tierrettungsaktion steht jetzt am Programm. Ganz vorsichtig wollte ich sie auf ein Holzbrett hieven, um sie zu einem anderen PlĂ€tzchen zu ĂŒbersiedeln. Dieses kleine Wesen war aber Ă€rger verschlafen, wie wenn ich frĂŒh raus muss. Sie machte nur ganz zaghafte Bewegungen, einem Faultier Ă€hnlich.

So ein Elektroauto-Liebhaber tut mir sicher nichts - hat sich vielleicht die kleine Fledermaus gedacht, als ich ein neues "Platzerl" fĂŒr sie gesucht habe.

So ein Elektroauto-Liebhaber tut mir sicher nichts – hat sich die kleine Fledermaus gedacht, als ich ein neues „Platzerl“ fĂŒr sie gesucht habe.

 

Vorsichtig stupste ich sie an und dann hielt sie sich vertrauensvoll an meinem Zeigefinger fest. So konnte ich sie dann zum Gartenhaus hinĂŒber bringen, wo ich sie auf einen Balken unter dem Dach setzte. Hoffentlich nimmt sie mir die ZwangsĂŒbersiedlung nicht böse, aber ihr alter Schlafplatz musste den KabelschlĂ€uchen weichen. Tja – jeder muss seine Opfer bringen, auch die kleine „Flattermaus“.

Die nÀchsten Arbeitsschritte werden Folgende sein:
‱ den ĂŒberstehenden Montageschaum entfernen
‱ die SchlĂ€uche in den WĂ€nden mit Beton verspachteln
‱ den VollwĂ€rmeschutz (8 cm stark) nach links weiter verlegen, damit der Verteilerschrank bĂŒndig eingebettet ist. Ansonsten könnte Feuchtigkeit in diesen eindringen und Wasser und Strom ist kein gutes Team.

Da unser Klima gerade von den leicht verspĂ€teten Eisheiligen beherrscht wird, werde ich mit den Betonierarbeiten etwas warten. Unter 5°C ist das weniger empfehlenswert und bei zweistelligen Temperaturen macht die Baustelle auch wieder mehr Spaß.

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2 Kommentare

  1. … so ca. ab tag 35 kannst du die story als drehbuch fĂŒr „hinterholz II“ verkaufen. ;-)

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