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Heute 20. August ist Overshoot-Day

Overshoot-Day

Foto: Global Footprint Network

Der „Earth Overshoot Day“ fĂ€llt heuer auf den 20.August. Das ist der Tag, an dem der Ökologische Fußabdruck der Menschheit die BiokapazitĂ€t unseres Planeten ĂŒberschritten hat. Nach Berechnungen des Global Footprint Network (GFN) wird die im Jahr 2013 verfĂŒgbare Gesamtleistung der Natur somit in weniger als neun Monaten aufgebraucht sein.

„Der Ökologische Fußabdruck der Menschheit ĂŒbersteigt die BiokapazitĂ€t der Erde heute bereits um mehr als die HĂ€lfte. Die Naturressourcen, die ab morgen verbraucht werden, können in diesem Jahr nicht mehr regeneriert werden. Sieben Milliarden Menschen verbrauchen derzeit mehr als eineinhalb Planeten Erde“, warnen die Umweltorganisationen WWF, GLOBAL 2000 und Greenpeace.

Das Jahresbudget der Erde ist fĂŒr dieses Jahr aufgebraucht

Das Global Footprint Network berechnet jĂ€hrlich die auf der Erde verfĂŒgbare BiokapazitĂ€t. Das sind die vom Menschen nutzbaren Naturleistungen, die uns die Natur zur VerfĂŒgung stellt. Dieses Maß wird dem Ökologischen Fußabdruck gegenĂŒbergestellt, der der tatsĂ€chlichen Inanspruchnahme der Naturleistungen entspricht. Ist die Beanspruchung grĂ¶ĂŸer als das Angebot, spricht man von einem „Overshoot“ – also der globalen ökologischen Überschuldung. Im Moment beansprucht die Menschheit bereits so viele Ressourcen, dass es etwas mehr als 1,5 Planeten Erde bedĂŒrfte um diese nachhaltig bereit zu stellen.

„Ein Großteil der Überbeanspruchung unseres Planeten beruht auf der Zerstörung der WĂ€lder, den leergefischten Meeren, schwindenden Böden, dem Verlust an Artenvielfalt und der Zunahme von Treibhausgasen in der AtmosphĂ€re. Die Trends sind nicht nur ökologisch alarmierend. Sie gefĂ€hrden auch die wirtschaftliche LeistungsfĂ€higkeit der LĂ€nder“, betont Franko Petri vom WWF. Heute leben bereits 80 Prozent der Weltbevölkerung in LĂ€ndern, die mehr Naturressourcen verbrauchen als ihr eigenes Ökosystem bereitstellen kann. Diese ökologischen SchuldnerlĂ€nder beuten nicht nur ihre eigene Natur aus sondern ĂŒberlasten auch andere LĂ€nder durch ihre Rohstoffimporte, so der WWF.

„In der Summe hat heute China den grĂ¶ĂŸten ökologischen Fußabdruck. Der Fußabdruck eines durchschnittlichen Chinesen ist mit 2,7 globalen Hektar (gha) pro Einwohner aber noch deutlich geringer als der von BĂŒrgern in Westeuropa oder den USA, liegt aber trotzdem bereits ĂŒber dem global verfĂŒgbaren 1,8 gha. Gemessen am eigenen Land beansprucht China etwa zweieinhalb Mal so viele natĂŒrliche Ressourcen wie im Land selbst verfĂŒgbar sind“, so Claudia Sprinz von Greenpeace.

Österreich auch nicht viel besser

Sogar das mit reichhaltigen NaturgĂŒtern gesegnete Österreich ist seit Ende der 1980er Jahre im nationalen ökologischen Defizit. Dem durchschnittlichen Fußabdruck von 5,3 globalen Hektar pro Person steht heute eine BiokapazitĂ€t von nur 3,3 globalen Hektar gegenĂŒber. Es brĂ€uchte also 1,6-mal Österreich um alle Österreicher mit dem aktuellen Bedarf an Naturressourcen auszustatten. Österreich hĂ€tte entsprechend der globalen Ressourcen bereits Anfang Mai sein zustehendes Kapital erschöpft und lebt seitdem auf Öko-Pump.

„Nur erneuerbare Energie und nachhaltiger Verbrauch können die Welt langfristig bewohnbar erhalten. Der heutige Tag markiert leider den Punkt, ab dem wir ĂŒber der Grenze des Nachhaltigen sind. Wir alle und insbesondere unsere Politiker sind gefordert, dafĂŒr zu sorgen, dass diese Grenze erst wieder nach dem 31. Dezember jeden Jahres erreicht wird, damit wir unseren Kindern und Kindeskindern eine bewohnbare Erde vererben können“, warnt Reinhard Uhrig, GeschĂ€ftsfĂŒhrer von GLOBAL 2000.

Wolfgang Pekny sieht trotzdem nicht schwarz: „Die Konzepte fĂŒr ein ‚Gutes Leben‘ mit einem fairen Anteil der Menschen an der Welt sind lĂ€ngst vorhanden. Zugleich steigt die Zahl der Menschen, die erkennen, wie weniger Konsum und stattdessen mehr Zeit fĂŒr ein nachhaltiges Leben die LebensqualitĂ€t fĂŒr alle erhöhen können, ohne den Planeten Erde zu ĂŒberlasten.“

Mit dem brandneuen Footprintrechner kann jede ÖsterreicherIn ihren eigenen Ökologischen Fußabdruck berechnen und Verbesserungsmöglichkeiten erfahren.

Quelle: Footprint mit  WWF, GLOBAL 2000 undGreenpeace

Teste deinen eigenen ökologischen Fußabruck

Hier geht es noch zu verschiedenen Footprint-Rechnern, wo ihr euren eigenen ökologischen Fußabruck testen könnt:

www.mein-fussabdruck.at

www.footprint.at/index.php?id=meinfootprint

Mehr Infos dazu: www.footprint.at/index.php?id=overshoot2013

Bei den Tests vermisse ich jedoch sehr, die Möglichkeit bei MöbilitĂ€t, Elektroauto auszuwĂ€hlen, was auf alle FĂ€lle ein großer Beitrag zu einem besseren „Footprint“ ist.

 

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