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Mit dem Renault ZOE nach Barcelona

Seit Montag 10. August 2015 sind zwei Elektromobilisten mit einem Renault ZOE unterwegs nach Barcelona.

Markus Luger (otelo Genossenschaft) und Theresa Thalhammer (Marketing Autohaus Sonnleitner) wollen zeigen, dass Elektromobilität alltags- und reichweitentauglich ist. Und sie wollen ans Meer. Genauer gesagt vom Solarcampus in Eberstallzell nach Barcelona. 3.500 Kilometer lang ist die Strecke.
Der Weg ist bekannt aber es bleibt dabei ein wenig abenteuerlich: Die Distanzen zwischen den E-Tankstellen sind nicht exakt vorhersehbar, das Finden von Unterkünften, verschiedene Kabel zum Laden und die tatsächliche Reichweite des Autos sind nur einige der Wagnisse.

Das ZOE-Team ist bereits 8 Tage unterwegs hier gibt es jetzt die Highlights der bisherigen Strecke:

Tag 1, 10. August: Linz – Liezen – Villach

Pünktlich um 9:00 Uhr startet das Team in Eberstallzell.  Die erste Etappe war 120 km lang und führte durchs wunderschöne Liezen. Dort waren zwei der Ladestationen kaputt, was  die erste Herausforderung darstellte. Dank des ansässigen Renault Händlers konnte der Renault ZOE bald vollgeladen weiterfahren. Danach ging die Fahrt nach Villach. Die Stadt überzeugte durch die unkomplizierte Ladung des ZOEs. Erstes Etappenziel war erreicht.

Tag1

Tag 2, 11. August: Villach – Udine – Venedig

Der Weg von Villach nach Udine war sehr abwechslungsreich, die Ladestation in Udine war zu finden- und sofern man keine Angst vor unbeleuchteten kaum erkennbaren Tiefgaragen hat, auch einfach zu handhaben. Die 2. Etappe des Tages war weniger einfach, waren doch 2 von 4 Ladestationen kaputt, weshalb mit 0 Prozent Ladung(!) zum lokalen Renault Händler gefahren wurde. In Venedig konnte der ZOE wieder aufgeladen werden.

Tag2

Tag 3, 12. August: Venedig – Padua – Verona – Gardasee

Leider zeigte die Anzeige am Morgen lediglich 75% der gewünschten 90% Ladung an. Das ist aber nicht auf die schlechte Ladesäule zurückzuführen! Der komische Brauch in der Tiefgarage des Hotels den Schlüssel im Auto lassen zu müssen hat offensichtlich einen Grund: Jemand ist mit dem Auto gefahren. In Padua angekommen wurde der ZOE an einer Schnell-Ladestation angesteckt. Leider wurde der Ladevorgang nach geschlagenen 5 Sekunden wieder abgebrochen. Zum Glück konnte an einem nahegelegenen Einkaufszentrum zumindest langsam geladen werden. Ein kurzer Stopp in Verona wurde zum Flop: Der ZOE sagt „Ladekabel prüfen“. Es liegt nicht am Auto, soviel weiß man schon mal. Frustriert wird weitergefahren. Die Hälfte der Säulen auf dem bisherigen Weg hat nicht funktioniert. Am Gardasee wird der ZOE über einen Schukostecker mit 16 Ampere über Nacht vollgeladen.

Tag3

Tag 4, 13. August: Gardasee – Montichiari – Mailand – Genua

Nach dem Frühstück geht die Fahrt weiter nach Montichiari (35km). Dort soll vollgeladen werden, um ohne Stress nach Mailand zu kommen. Allerdings ist die eingetragene Ladestation auch auf Nachfrage nicht aufzufinden. Nach einer kurzen Pause dort geht’s weiter Richtung Genua. Die 145 Kilometer wären mit einer „Ladefüllung“ schon möglich, aber da darf nichts Unvorhergesehenes dazwischen kommen. Deshalb wird in einem nahegelegenen Outlet Center zumindest 30 Minuten zwischengeladen. Schließlich wird das Etappenziel Genua nach einer Fahrt durch die idyllische Natur erreicht.

Das Fazit nach drei Tagen: mit dem eCar fern zu reisen ist ein Fulltimejob. Entweder es wird gefahren oder man berechnet die Weiterfahrt inklusive Alternativen.

Tag4

Tag 5, 14. August: Genua – Pietra Ligura – Sanremo – Monaco – Monte Carlo – Nizza

Am fünften Tag sollte das Auto per Starkstrom in einem Einkaufszentrum komplett aufgeladen werden. Aber: Keiner der fünf Stecker funktionierte! An der Schnell-Ladestation bei einem schwedischen Einrichtungshaus konnte der ZOE schließlich innerhalb von 45 Minuten vollgeladen werden. Nach einer ausgiebigen Autobahnfahrt, war die vorher ausgesuchte Ladestation leider verparkt sowie defekt. Ein naher gelegener Camping-Platz, der eine Ladestation vor Ort hatte, gewährte uns leider keinen Zutritt. Nachdem auch in Sanremo keine Lademöglichkeit weit und breit zu finden war, warnte der ZOE, dass die Batterieladung zu Ende gehen würde. Schließlich durfte an einer Autowerkstatt Strom gezapft werden (16 Ampere). Nachdem das Auto 25% Ladung hatte, ging es weiter nach Monaco (36km). Auch die Anzeige des ZOE rechnete eine Reichweite von exakt 36 km ein. Leider kam zu allem Überfluss ein mächtiger Stau hinzu. Glücklicherweise konnte bis Monte Carlo zu einer Schnell-Ladestation gefahren werden. Der ZOE wurde innerhalb von 35 Minuten von Null auf Hundert Prozent vollgeladen. Schließlich ging es ohne Probleme weiter nach Nizza.

Tag5

Tag 6, 15. August:

Pause bzw. Aufenthalt in Nizza

Tag 7, 16. August: Nizza – Frejus – Saint Tropez

Das ZOE-Team verlässt Nizza und macht sich entlang der traumhaften Cote d’Azur auf den Weg nach Fréjus. Dort soll sich laut Plan ein Tesla-Supercharger mit 2 Typ2-Mode3-Steckdosen befinden. Leider funktioniert dort mal wieder gar nichts. Die Steckdosen sind tot. Wie immer gibt’s einen Plan B und C und meist auch noch einen Plan D. Nächster Halt: Saint Tropez. Direkt im Hafen gibt’s einen gewaltigen Parkplatz auf dem zwei Ladestationen stehen. Die beiden funktionieren auch super und laden zwei Carsharing-Autos voll. Niemand weit und breit. Keine Nummer oder sonst was zu sehen. Weiter geht es zur Unterkunft. Auch dort gibt es keine Lademöglichkeit. Mal sehen welche Überraschungen Tag 8 bereit hält.

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Spontane Änderungen der Route stellen die Reisenden vor Herausforderungen und die Ladebedingungen der E-Tankstellen in Südeuropa sind different. Wie geht das E-Abenteuer weiter?

Schaffen die Beiden es innerhalb der angedachten Zeit ans Ziel? ElectroDrive Salzburg begleitet die beiden auf Facebook Das ausführliche Reisetagebuch kann hier nachgelesen werden.