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€ 2.500,- Förderung für mit Ökostrom betriebene Elektroautos in Oberösterreich

Rudi Anschober

Rudi Anschober im Renault ZOE Foto: www.anschober.at

Österreich gehört im Vergleich zu anderen Ländern (Negativbeispiel – Deutschland) sicher zu den sehr Förderungs-willigen Ländern, was die Elektromobilität betrifft. Diese finanziellen Kaufanreize können nach Bundesländern jedoch sehr unterschiedlich sein. Seit November 2013 gibt es nun in Oberösterreich auch für Private eine Elektroauto-Förderung von bis zu € 2.500-.

Förderungen zu durchschauen ist oft etwas schwierig. Je nach Voraussetzungen, Bundesländern und beruflicher Situation (selbständig oder angestellt) können diese in Österreich sehr unterschiedlich ausfallen.

Für meinen Renault ZOE habe ich heuer eine Einmal-Förderung von € 5.000,- erhalten (dank meiner Einreichung Ende 2012, jetzt bekommt man nur mehr € 4.000,-). Diese Förderung ist eine Bundesförderung und wurde vom Lebensministerium und vom Klima Energie Fonds bereitgestellt. Sie ist jedoch nur für selbständige Unternehmer vorgesehen. Eine Privater bekam in Oberösterreich und in Tirol bis jetzt keinen Cent. Anders schaut die Situation z.B. in Salzburg aus. Salzburg Stadt und Land ist eine der acht Modellregionen für Elektromobilität in Österreich. Die Förderungen sind dort so hoch, wie wahrscheinlich nirgendwo. Bis zu max. € 11.000,- gibt es von Electrodrive Salzburg, wenn man eine Photovoltaikanlage hat oder sich an einem Bürgerbeteiligungsmodell anschließt.

Bis Ende 2014 gibt’s für Private in Oberösterreich € 2.500,- Zuschuss – auch rückwirkend

Mit 4. November 2013 startete nun die Förderung für Elektroautos für Privatpersonen, das ist die dritte Förderinitiative für E-Mobilität des Oö. Umwelt-Ressorts auf Initiative von Landesrat Rudi Anschober.

Das Energie-Ressort wird den Ankauf von Voll-Elektroautos mit bis zu 2.500 Euro unterstützen. Dieses Programm wird befristet bis Ende 2014 aufgelegt und Ziel ist, auf diese Weise Hunderte Elektrofahrzeuge in den oberösterreichischen Verkehr zu implementieren.

Mit Ende September 2013 waren 1.827 Elektroautos in Österreich gemeldet und damit auf den Straßen unterwegs – eine Anzahl, die durchaus weit unter den Erwartungen und den Zielsetzungen liegt.

LR Rudi Anschober: „Genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um hier aktiv zu werden. Wir haben bereits sehr erfolgreich die einspurige Elektromobilität in den Markt eingeführt und nach diesem wichtigen Impuls die Subventionierung gestoppt. Bei den Elektroautos ist jetzt erst der richtige Zeitpunkt, da es länger gedauert hat als seitens der Hersteller avisiert, dass ein entsprechendes Angebot verfügbar ist. In den kommenden Monaten kommen nun viele neue Angebote auf den Markt.“

Die Aktion richtet sich erstmals explizit an Privatpersonen, die von den Förder-Möglichkeiten auf Bundesebene, durch das Lebensministerium und/oder den Klima- und Energiefonds ausgenommen sind. Jene Bundes-Förderungen, z. B. für Fahrzeuge mit alternativem Antrieb und Elektromobilität oder Mobilitätsmanagement für verschiedene Branchen, sind Unternehmen oder Gemeinden vorbehalten.

(www.umweltfoerderung.at/kpc/de/home/allefoerderungen/#verkehr)

Durch die Förderung beim Ankauf eines Elektroautos für Privatpersonen in der Höhe von 2.500 Euro (max. 10 % der Kaufsumme) sollen Interessierte motiviert werden, ihnen die Kaufentscheidung erleichtert und die Ankaufskosten etwas minimiert werden. Die eindeutigen Argumente für E-Fahrzeuge: fünffach höherer Wirkungsgrad der Klimaverträglichkeit, Lärmvermeidung, Vermeidung von Luftschadstoffen und CO2-Einsparungen, möglicher Ausstieg aus der Abhängigkeit von Öl, höhere Energieeffizienz, verringerte Kosten.

ÖKO-Strom – Grundvoraussetzung

Besonders erfreulich ist, dass die Förderung auch rückwirkend möglich ist. Die Elektroauto-Besitzer, die seit dem 1.11.2012 eines erworben haben, können ihre Rechnung ebenso einreichen. Grundvoraussetzung für die Förderung ist der Bezug von Ökostrom. Hätte ich persönlich nicht mit 1. Jänner 2013 auf Ökostrom gewechselt, wären mir nur € 2.500,- erstattet worden – also die Hälfte.

Dazu Rudi Anschober „Wichtig ist, dass es eine ganz wesentliche Fördervoraussetzung gibt, auf welche ich allergrößten Wert lege – und zwar, dass die Fahrzeuge zu 100 Prozent mit Strom aus erneuerbarer Energie betrieben werden. Diese Art des Energiebezugs ist durch den/die Käufer/in des Fahrzeuges bei Antragstellung  nachzuweisen und wird in den Folgejahren auch kontrolliert werden, denn für zumindest fünf Jahre ist dies als Grundlage der Förderung beizubehalten“,

Elektromobilität ist für die Mobilität von Morgen sicher die beste Alternative. Aber stimmig und rundum sinnvoll ist es nur, wenn der benötigte Kraftgeber Strom aus erneuerbaren Quellen stammt.

Damit ihr euch im Förderungsdschungel etwas besser zurechtfindet, hier noch ein paar wichtige Links zum Thema:

http://www.klimafonds.gv.at/foerderungen/aktuelle-foerderungen/

http://www.electrodrive-salzburg.at/foerderungen

Betriebsförderungen: http://e-connected.at/content/f%C3%BCr-betriebe
Private Förderungen: http://e-connected.at/content/f%C3%BCr-private

Pressemeldung von Rudi Anschober: http://www.anschober.at

Info der Energie AG Oberösterreich: http://www.fairenergy.at/fair_energy

Förderungen Zusammenfassung: http://www.oeamtc.at

 

… ein Kaffee für den Autor ;-)… ein Kaffee für den Autor ;-)

3 Kommentare

  1. Klingt beneidenswert…
    Die deutsche Bürokratie hat leider andere „Sorgen“: Kein einheitliches Piktogramm für Elektrotankstellen = kein Schild an der Autobahn erlaubt. Die tolle Privatinitiative eines Raststättenbetreibers läuft daher ins Leere. Bericht kam heute im Regionalfernsehen:
    http://swrmediathek.de/player.htm?show=71deba90-5ddb-11e3-bf03-0026b975f2e6

  2. Hallo Anne,
    das mit dieser Ladestation, die nicht gekennzeichnet werden darf ist mir auch schon mal untergekommen. Alles etwas absurd. Dabei wäre das der richtige Weg, Ladestationen an Tankstellen und Raststätten zu errichten – vor allem Schnelllader.
    Da kann einem dann vor allem niemand zuparken. {:-)

    Aber einheitliche Kennzeichnungen sind auch hierzulande ein Problem.
    Gab schon zig Wettbewerbe und Ausschreibungen für einheitliche Logos u. Piktogramme aber irgendwie hat dann doch jeder was eigenes auf seinen Säulen.

    Siehe auch:
    https://elektroautor.com/ladestationen-symbol/

    https://elektroautor.com/sieger-des-logowettbewerb-der-austrian-mobile-power-steht-fest-elektromobilitat-in-osterreich-bekommt-ein-einheitliches-erscheinungsbild/

  3. Zukunftsweisende Technologien.
    Die neue reale elektrische Leistungsverstärkung ist ein Quantensprung in der Elektronikwelt mit hohem Gewinn durch erhöhte Leistung für jede Stromquelle und ist eine effiziente Nutzung von Energie für Elektrofahrzeuge, höhere Einnahmen mit geringeren Einspeisevergütung für Photovoltaik, Luft-und Raumfahrt.
    INNOVATIVE TECHNOLOGIEN – RZ-IT
    Rudolf Zölde
    Tel. / Fax: +34 965832368
    03710 Calpe, Spanien
    rz.tech@outlook.com
    http://www.rz-innovatec.com
    Pioneering technologies.
    The new real electrical power gain is a quantum leap in the electronics world with high gain due to increased power for each power source and is an efficient use of energy for electric vehicles, photovoltaics, aerospace.

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