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Renault präsentiert neue Elektroauto-Studie auf Möbelmesse in Mailand

Renault Twin'Z

Renault Twin’Z Foto: Renault Österreich

Einen ungewöhnlichen Präsentationsrahmen für einen Autohersteller hat Renault letzte Woche auf der Mailänder Möbelmesse gewählt. Dort präsentierte Renault nämlich seine brandneue Studie eines City-Cars, welches Z.E-getreu rein elektrisch angetrieben werden soll. Auf nur 3,6 Meter Länge bietet das Concept Car Twin’Z jedoch überraschend großzügige Platzverhältnisse. Der futuristischen Innenraum ist in blau und gelb gehalten und stark von modernem Möbeldesign geprägt. Das ist wohl auch der Grund, warum Renault diesen Ort als Vorstellungstermin favorisierte.

Gemeinsames Projekt mit Star-Designer Ross Lovegrove

Das Grunddesign stammt zwar von Renault, wurde aber vom externen Ross Lovegroves Team im Detail vollendet. Dies betrifft vor allem die Gestaltung der Scheinwerfer, Rücklichter, Stoßfänger, Räder und des markanten LED-Leuchtbands, das sich auf beiden Seiten über das Fahrzeug erstreckt. Das Interieur hat Lovegroves Studio komplett entworfen und realisiert.

„Das Renault Design muss immer offen für Einflüsse von außen und für neue Trends sein, um an der Spitze zu bleiben“, erklärt Laurens van den Acker, Designchef von Renault. „Es gibt zahlreiche Verbindungen zwischen der Arbeit von Ross Lovegrove, die sich stark an der Natur orientiert, und unserer Designstrategie, die auf sinnlichen, organischen Formen basiert.“

Nicht nur innen, sondern auch außen besticht die blaue Farbgebung. Wer blau nicht mag, wird sich mit der Studie nicht gleich anfreunden können. Interessantes Detail ist, dass der Lack weich ist und von der Haptik sich wie Samt anfühlt. Die Formgebung des Exterieurs ist vom legendären Renault 5 und vom Twingo der ersten Generation beeinflusst. Beim ersten Anblick – speziell von der Seite – musste ich jedoch sofort an den Fiat 500 denken. Wem geht es ähnlich?

Keine A-Säule, dafür jede Menge LEDs

Weitere typische Kennzeichen des Twin’Z sind die gegenläufig angeschlagenen Türen. Sie öffnen elektrisch und erleichtern ebenso wie der Verzicht auf die Mittelsäule den Ein- und Ausstieg. Sämtliche Lichtquellen und die bewusst minimalistisch gezeichneten Hauptscheinwerfer sind in LED-Technik ausgeführt. Die Optik der Konzeptstudie wird außerdem durch ein Band aus LED-Leuchten bestimmt, das sich auf beiden Fahrzeugseiten von der Front bis ins Heck zieht. Auch in das schichtweise aufgebaute Glasdach sind jede Menge LEDs integriert, die animiert werden können und anregend auf die Fahrzeuginsassen wirken.

Die Außenspiegel sind wie bei immer mehr Studien durch Kameras ersetzt, die aerodynamisch günstig mit der Karosserie verschmelzen. Anstelle konventioneller Heckleuchten und Bremslichter kommen ebenfalls LEDs zum Einsatz. Je nach Bremskraft leuchten diese unterschiedlich stark auf und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit.

Technische Daten zu dem reinen Elektrofahrzeug stehen leider noch fast keine zur Verfügung. Die Batterie für den Elektroantrieb ist mittig im Wagenboden untergebracht, so dass der Innen- und Kofferraum uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Neben dem günstigen Schwerpunkt sorgt der Unterflureinbau für die erhöhte Sitzposition, die einen ausgezeichneten Überblick über das Verkehrsgeschehen erlaubt. Anstatt eines konventionellen Instrumententrägers verfügt der Twin’Z über einen zentral angeordneten Touchscreen-Monitor im Stil eines Tablet-Computers. Mit ihm lassen sich sämtliche Fahrzeugfunktionen regeln – von der Heizung über die Sitzverstellung und Beleuchtung bis zur Animation des LED-Dachs.

Wird das der neue Twingo?

In einigen Zeitungen und Online-News wird bereits spekuliert, ob es sich um einen Ausblick auf den neuen Twingo handeln könnte. Wenn dieser rein elektrisch daher käme, wäre das ein beeindruckendes Bekenntnis zur Fortführung Renaults Z.E.Strategie. Generell würde ich sagen, ist die Studie doch noch sehr weit von einer Serienversion entfernt. Man denke nur an die Vorserienversion des ZOEs, der noch die schicken LED-Scheinwerfer und das Glas-Panoramadach hatte. Diese fielen leider dem Rechenstift zum Opfer. Von dem her glaube ich gerne an einen elektrischen Twingo, aber weniger an ein Auto mit Netz-bespannten Sitzen und hunderten LEDs. Aber Renault beweist mit der Studie auf jedenfall, dass sie es ernst meinen mit: „Drive the Change.“

Hier  gibt’s noch einen kleinen Vorgeschmack in einem Video zum Twin’Z:


Quelle: youtube.com

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