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Salzburg AG startet gemeinsam mit der Post das innovative Pilotprojekt „E-Mob 2.0“

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Doppelte Nutzung des elektrischen Nissan e-NV200: werktags wird das Auto von den Post-Mitarbeitern genutzt, außerhalb der Dienstzeiten kann es von EMIL-Kunden ab 3,90,- Euro pro Stunde ausgeliehen werden. Foto: Kolarik

Am 1. Oktober 2015 wurde das Projekt „E-Mob 2.0 in der Modellregion Salzburg“ offiziell gestartet. Dabei geht es um die Koppelung eines gewerblich genutzten Fuhrparkfahrzeugs der Post AG und der Einbindung dieses Fahrzeugs in das Fuhrpark-Portfolio der EMIL e-Mobility Sharing GmbH. Neben der neuen EMIL-Station auf dem Postgelände wird eine öffentliche und vorab kostenlos nutzbare Schnell-Ladestation errichtet.

Das von der Salzburg AG geführte Projekt wird vom Klima- und Energiefonds gefördert und von der Technischen Universität Wien mittels Begleitforschung und Geschäftsmodellanalyse unterstützt. Die Österreichische Post AG stellt einen Nissan e-NV200 aus deren Fuhrpark sowie Parkflächen zur Verfügung. Die EMIL e-Mobility Sharing GmbH kümmert sich um den reibungslosen Ablauf bei der gemeinsamen Nutzung im Bereich des Carsharings.

Österreichische Post hat mehr als 900 E-Fahrzeuge – Tendenz steigend

Die Post AG besitzt derzeit den größten elektrischen Fuhrpark in Österreich: mehr als 900 ein- und mehrspurige E-Fahrzeuge sind im Einsatz, bis 2016 sollen diese auf 1.300 ansteigen.

„Seit dem Jahr 2011 werden alle Sendungen in Österreich klimaneutral zugestellt. Diese Initiative ist der Beweis, dass man wirtschaftliches Denken und umweltschonendes Handeln vereinen kann“, so Post-Generaldirektor DI Dr. Georg Pölzl.

Emil und Post

(v.l.n.r.): Mag. Dietmar Emich (Geschäftsführer EMIL e-Mobility Sharing GmbH), Dr. Marietta Stutz (Projektleiterin Salzburg AG) und Mag. Alexander Casapiccola (Fuhrparkleiter Post AG) freuen sich über den neuen Standort direkt am Postgelände in Salzburg-Itzling. Foto: Kolarik

Bei der CO2-neutralen Zustellung ist der Einsatz von Elektroautos entscheidend: Eines davon ist der Nissan e-NV200, der auch Bestandteil im Projekt E-Mob 2.0 ist. Das Fahrzeug wird dabei sowohl privat als auch gewerblich genutzt:

An Werktagen steht dieses während der Dienstzeiten den Post-Mitarbeitern am Standort Salzburg-Itzling für die umweltfreundliche Zustellung zur Verfügung; von 16 Uhr bis 6 Uhr sowie durchgehend an Samstagen, Sonn- und Feiertagen kann es von EMIL-Kunden gebucht werden. Das Fahrzeug ist im bestehenden Carsharingportal von EMIL eingebunden und kann ab 3,90,- Euro pro Stunde inkl. aller gefahrenen Kilometer ausgeliehen werden. Die Buchung erfolgt über die Website, per App oder Hotline. „Mit dem Nissan e-NV200 bieten wir unseren Kunden eine weitere Fahrzeugklasse: Dank des großen Ladevolumens hat alles Platz, was man für kleine Beförderungen benötigt. Der geräumige Kastenwagen eignet sich zum Beispiel hervorragend für den Transport von Möbeln oder Sport-Equipment“, sagt Mag. Dietmar Emich, einer der beiden Geschäftsführer von EMIL. Weiters meint Emich, dass durch die zwei unterschiedlichen Nutzergruppen das Fahrzeug optimal rund um die Uhr genutzt werden könne. Darüber hinaus entlastet das E-Carsharing-Konzept nicht nur die innerstädtischen Ballungsräume in Salzburg, sondern auch die Umwelt: Mit EMIL ist man 100% CO2-neutral und ohne Lärm unterwegs

Neuer Schnelllader in Salzburg – Typ2, CCS und Chademo

Weiters wurde neben dem neuen EMIL-Standort in der Jakob-Haringer-Straße 4 eine Schnell-Ladestation (Triple-Charger) mit einem reservierten Parkplatz für E-Autos errichtet. An der öffentlich zugänglichen Ladestation mit bis zu 50 kW Ladeleistung können E-Auto-Fahrer in ca. 30 Minuten ihr Fahrzeug schnell laden. Dazu stehen drei verschiedene Steckertypen (CHAdeMO, Combined Charging System und Typ2-Mode-3) zur Auswahl, das Laden ist bis Ende 2015 kostenlos. Die Mitarbeiter der Post AG nutzen den Schnell-Lader für das rasche Zwischenladen ihres Dienstfahrzeuges Nissan e-NV200 während des Postbetriebs.

Das Projekt läuft vorerst ein Jahr und soll die Auslastung der Schnell-Ladeinfrastruktur aufzeigen sowie das Ladeverhalten analysieren. Die Technische Universität Wien übernimmt hierfür die wissenschaftliche Forschung. Für die Salzburg AG sind vor allem die geladenen Energiemengen interessant, um den zukünftigen Bedarf in Richtung Smart Grids abzuschätzen. Sollte sich das Pilotprojekt bewähren, so ist ein Ausbau von EMIL Ausleihstationen mit Standortpartnern wie der Post AG angedacht.

Elektroautor dazu:

Jede Schnell-Lademöglichkeit, die in Österreich dazu kommt, ist großartig und absolut wichtig. Mit Freude habe ich die Station vor wenigen Tagen gleich getestet – alles hat wunderbar funktioniert. Die versprochenen 30 min. sind jedoch wirklich ein absoluter Ideal-Wert – vor allem auch abhängig von Außentemperatur, Temperatur des Akkus (warm gefahren), Ladeprotokoll und Fahrzeugtyp. Die „Location“ ist etwas abgelegen bzw. schlecht zu sehen, aber wir Elektromobilisten lieben ja die emobile „Schnitzeljagd“. Die Idee, den e-NV200 durch die Kooperation mit der Post rund um die Uhr nuzbar zu machen, finde ich genial. Das Angebot werde ich einmal in Anspruch nehmen und kann so den E-Transporter von Nissan auch endlich genauer unter die Lupe nehmen.

 

Quelle: Salzburg AG/Electrodrive Salzburg

… ein Kaffee für den Autor ;-)… ein Kaffee für den Autor ;-)

  1. das thema werde ich in meinem neuen Projekt thematisieren: elektrische-nutzfahrzeuge.de

  2. Super Sache! Viel Erfolg.

    Grüße aus Basyern

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