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Umfrage: Wo und wie sollte das Laden von Elektrofahrzeugen künftig möglich sein?

Tesla Model X Praesentation Graz21

Supercharger – Vorbild für eine gute Ladeinfrastruktur.  Foto: Elektroautor.com

Noch ist die Elektromobilität nicht auf den Straßen Deutschlands angekommen. So wird das Stadt- und Straßenbild weder durch eine markante Anzahl von Elektrofahrzeugen noch eine große Sichtbarkeit von Angeboten zur Aufladung dieser Fahrzeuge geprägt – ein Tatbestand, der erklärt, warum dieses Thema jenseits der Verlautbarungen von Politik, Wissenschaft und Presse im alltäglichen Leben wenig wahrgenommen wird.

Umweltbonus als Kaufprämie in Höhe von € 4.000,-

Um das Ziel zu erreichen, dass im Jahr 2020 eine Millionen Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen unterwegs sind, wurde durch die Bundesregierung ein Maßnahmenpaket mit einem Volumen von 1 Milliarde Euro auf den Weg gebracht. So wurde Anfang Juli ein Umweltbonus in Form einer Kaufprämie in Höhe von 4.000 Euro für reine Elektrofahrzeuge und 3.000 Euro für Plug-In-Hybridfahrzeuge eingeführt. Bisher konnte jedoch dieser die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen nicht spürbar ankurbeln.

Für den Ausbau der Ladeinfrastruktur werden darüber hinaus 300 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Zwei Drittel dieses Fördervolumens, 200 Millionen Euro, sollen in den Auf- und Ausbau von sogenannten Schnelladesäulen fließen, an denen Elektrofahrzeuge innerhalb von 30 Minuten fast vollständig geladen werden können. Momentan existieren in Deutschland rund 6.000 Ladesäulen für Elektrofahrzeuge. Nach Bundesverkehrsminister Alexander Dobrint sind jedoch 15.000 erforderlich, um die Ladevorgänge von einer Millionen Elektrofahrzeuge realisieren zu können.

Studie der TU Dresden bestätigt Notwendigkeit für Ladenetzausbau

Die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen ist untrennbar verbunden mit Verfügbarkeit einer ausreichenden Anzahl und eines flächendeckenden Angebots von Lademöglichkeiten. In einer vorangegangenen Studie der TU Dresden (www.elektromobilitaet-analyse.de) gaben knapp 40% der befragten „Elektromobilisten“ an, dass öffentlich zugängliche Ladesäulen eine wesentliche Voraussetzung für die Verbreitung von Elektromobilität ist.

Das heißt, Angebote zur Aufladung von Elektrofahrzeugen z. B. in Form von öffentlichen Ladesäulen sind einerseits Wegbereiter für die Sichtbarkeit von Elektromobilität und andererseits Grundlage für die Vertrauensbildung bei potentiellen Nutzern, das nur erreicht wird, wenn ein Elektrofahrzeug jederzeit in Analogie zur altbekannten Tankstelle geladen werden kann. Damit bilden sie eine wesentliche Voraussetzung für die Kaufentscheidung von Elektrofahrzeugen.

Neben dieser wichtigen Signalfunktion von Ladeeinrichtungen im öffentlichen Raum sind die Erfahrungen und Bedürfnisse der bereits aktiven Fahrer von Elektrofahrzeugen von besonderer Bedeutung, um die Verbreitung von Elektrofahrzeugen zu stimulieren. Hier werden insbesondere Themen wie Nutzungshäufigkeit und Standorte von Ladesäulen, Services und Preisbildung intensiv diskutiert.

Aktuelle Umfrage der TU Dresden zur Ladeinfrastruktur

Vor diesem Hintergrund führt die TU Dresden im Auftrag der Begleit- und Wirkungsforschung im Rahmen des Förderprogramms „Schaufenster Elektromobilität“ eine Befragung unter www.ladeinfrastruktur-umfrage.de durch.

Es sind sowohl Interessenten als auch erfahrene Nutzer von Elektro-PKW und Hybrid-PKW angesprochen und aufgefordert, sich zu beteiligen. Mit der Erhebung sollen Nutzerprofile, Bedarf und Anforderungen an Ladeeinrichtungen differenziert nach unterschiedlichen Nutzergruppen ermittelt werden. Ziel ist es, durch den Abgleich der aktuellen Situation und mit den Anforderungen derzeitiger und künftiger Nutzer, Handlungsempfehlungen für einen bedarfsgerechten Auf- und Ausbau von öffentlichen Ladeeinrichtungen in Deutschland unter Berücksichtigung einer optimalen Standortauswahl abzuleiten.

Alle Teilnehmer der Umfrage erhalten auf Wunsch nach Abschluss der Studie einen Ergebnisbericht. Die Studie wird durch die Begleitforschung verbreitet.*

*Alle in der Umfrage erhobenen Daten werden sicher aufbewahrt und vertraulich behandelt. Es wird keine IP Adresse erhoben. Quelle: TU Dresden
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