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Die Welt bringt es auf den Punkt

Die Welt

Bild: Screenshot von www.welt.de

Diesmal möchte ich euch einfach einen sehr gut geschriebenen Artikel auf der Website von „Die Welt“ empfehlen. Der Bericht ist mir so richtig aus der Seele gesprochen.

Hier der Link dazu: http://www.welt.de/wirtschaft/article119255727/Renault-aetzt-gegen-Berlins-Elektroauto-Strategie.html

Renault kritisiert darin vor allem die PlĂ€ne der Bundesregierung in Berlin, die so gar nichts fĂŒr direkte KaufprĂ€mien ĂŒber haben. Dennoch ist man davon ĂŒberzeugt, bis 2020 eine Million Elektroautos auf den Straßen haben zu wollen, obwohl es bis jetzt erst ein paar Tausend sind. Mit dieser Art der Herangehensweise wird das aber wohl nichts werden und das im Land der großen Autobauer. Aber lest selbst und schaut euch auch die Kommentare an, denn solche Berichte polarisieren doch sehr stark.

Dass gerade direkte KaufprĂ€mien schon sehr viel bringen, zeigt besonders gut das Elektroauto-Land Norwegen, wo KĂ€ufer von Elektroautos keine Mehrwertsteuer zahlen mĂŒssen. Und ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen: HĂ€tte ich fĂŒr mein Elektroauto nicht € 5.000 Förderung bekommen, hĂ€tte ich mich sehr viel schwerer getan, diesen Umstieg zu bewerkstelligen.

Euer Elektroautor {:-)

 

7 Kommentare

  1. elektromaus says:

    In der Tat ein guter Artikel. Wird auch Zeit, dass die Elektroautos wieder etwas mehr RĂŒckenwind aus den Medien erfahren.

    Vor allem Tesla erntet momentan ja viele gute Berichte, so kĂŒrzlich im Standard:
    http://derstandard.at/1376534299896/Tesla-Model-S-Das-Ende-aller-Ausreden?_slideNumber=15&_seite=

  2. Ich glaube nicht, dass man bis 2020 auf eine Million Elektroautos kommt. FĂŒr die Stadt sind diese bestimmt sparsam, aber was ist, wenn man weite Strecken auf Arbeit fahren muss?

    • Ich stimme dir zu, ich glaube auch nicht bzw. bin mir sogar ziemlich sicher, dass das Deutschland unter Merkels Regierung SICHER nicht schaffen wird.

      FĂŒr Strecken ĂŒber Land sind Elektroautos auch sparsamer als jedes Benzinauto. Ich bin heute ĂŒber 50 km Autobahn gefahren mit einem Ø Verbrauch von ca. 15 kW/h. Glaub nicht, dass das ein Benziner umgerechnet schaffen wĂŒrde.

      In meinem Tagebuch werde ich demnĂ€chst ĂŒber eine ĂŒber 230 km lange Strecke nach Tirol berichten. Eine genaue Planung ist hier jedoch Voraussetzung.
      Gruß,
      Elektroautor

  3. Kabelbeisser says:

    Solange das Batterieproblem nicht gelöst wird, werden sich Elektroautos nie rechnen. Da meine ich noch nicht einmal die mangelnde Leistung, sondern viel mehr die unabsehbare Lebensdauer. Lithium Ionen Akkus haben im besten Fall drei Jahre lange das gleiche Leistungsniveau, dann beginnt es bereits zu sinken. Werden Sie nur EINMAL Tiefentladen heißt das Totalschaden. KĂ€lte vertragen Sie gar nicht – sie mĂŒssen extra gewĂ€rmt werden. Ist der Akku nach 5 Jahren zu tauschen, so ist fast 50% des Neufahrzeugspreis zu ersetzen. In einer Vollkostenrechnung kostet ein E-Auto vermutlich das dreifache als ein Diesel. Da kann sich der Dieselpreis noch locker verdoppeln… schade aber bei aller Euphorie sollte man schon die RealitĂ€t sehen. Und einen Verkehrsunfall möchte ich mit den hochexplosiven Lithium Batterien wo die Feuerwehr sich wegen STromschlagsgefahr auch nicht drĂŒberdraut nicht haben.

    • @ Kabelbeisser:
      Da kommen aber schon einige große Vorurteile und Klischees bei dir durch:

      1) Punkto Leistung: Ich bin heute 125 km gefahren – Großteil Autobahn und hab dann noch 50 km Restreichweite gehabt – dh. ich hĂ€tte 175 km am StĂŒck fahren können.

      NatĂŒrlich lĂ€sst bei allen Akkus die Leistung mit der Zeit nach, aber die Verluste sind geringer als vermutet – siehe Beispiel Tesla. Um aber solche Risken gering zu halten, bieten Hersteller meistens 5 Jahre (Renault) und 8 Jahre (Tesla) bzw. fĂŒr 100.000 km Garantie. Renault tauscht dir den Akku sogar kostenlos aus, wenn die Leistung unter 75 % geht, da man Akkus auch bei gekauftem Auto nur mieten kann. Da hast du 0 Risiko.

      2) Tiefentladen: Das ist ein Problem bei Bleiakkus aber nicht bei modernen Li-Ionen-Akkus. Tiefentladen ist rein technisch gar nicht möglich, da die Akkus mehr Energie haben, als sie zur VerfĂŒgung stellen. Mein Renault ZOE hat laut Angaben 22 kW/h. Unter dem Auto am Batterieboden habe ich einen Aufkleber entdeckt, wo 26 kW/h drauf steht. Also – genug Reserve fĂŒr Leistungseinbussen.

      3) Zur RealitĂ€t: Mein ZOE hat mir € 15.780,- gekostet (dank Förderungen in Österreich) und die Leasingrate ist inkl. der Batteriemiete nur wenig höher als zuvor mein Benziner VW Caddy. Im August bin ich ca. 1.500 km gefahren und habe ca. € 29,- Strom bezahlt. Kannst ja mal fĂŒr deinen Diesel oder Benziner ausrechnen, was das kostet.

      4) Wegen Verkehrsunfall: Elektroautos haben mitunter die besten Crashtest-Ergebnisse ĂŒberhaupt. Der Akku liegt absolut sicher im Fahrzeugboden zwischen den Achsen. Schau mal hier: https://elektroautor.com/zoe_ncap/
      Davon abgesehen, wenn du meinst, dass ein Benzin-Luftgemisch ungefĂ€hrlich ist, dann schau dir mal bei Youtube Videos von echten UnfĂ€llen (ist eh etwas makaber, was man da alles findet) an. Da explodieren die Autos nicht so schnell wie in den Filmen, aber ich war selbst ĂŒberrascht, wie viele Autos doch relativ rasch Feuer fangen.

      Und wegen der Feuerwehr. Mach dir um die keine Sorgen. Ein verunfalltes Elektroauto schaltet sofort den Starkstromkreis ab und eine Rettungskarte in der Sonnenblende zeigt der Feuerwehr, wo sie aufpassen mĂŒssen und wo nicht.

      Wenn du dich fĂŒr Elektroautos interessierst, lass dich nicht von Klischees aus den Medien informieren, sondern lieber von denen, die selbst eines fahren. {:-)

      Hier habe ich noch viele andere Vorteile der E-Cars zusammengefasst:
      https://elektroautor.com/die-vielen-vorteile-eines-elektroautos-wer-bietet-mehr/

      Vielleicht habe ich ja ein paar Vorurteile entkrĂ€ften können – wĂ€re schön. ;-)

      GrĂŒĂŸe,
      Elektroautor

  4. Kabelbeisser says:

    Hallo Elektroautor,
    ja zu Punkt 2 kann ich mir Vorstellen, dass eine entsprechende Elektronik das Tiefentladen verhindert. Auch zu Punkt 1 kann ich mir vorstellen, dass so ein Kleinwagen (der ĂŒbrigens fĂŒr eine 4 köpfige Familie vollkommen ungeeignet ist) in der Stadt fĂŒr Singles eine ausreichende Reichweite hat; und der Zoe dĂŒrfte hier wirklich fĂŒhrend sein, was aber bei der GrĂ¶ĂŸe auch leichter zu schaffen ist.
    Beim Punkt 3 – Kosten widersprichst du dich selbst. Du hast ja nicht den ZOE geleast, sondern die Batterie. Der Vergleich hinkt also gewaltig, denn beim Caddy hast du den Caddy geleast und nicht den Tank. Also, wenn ich jetzt EUR 79 pro Monat Batteriemiete zahlen muss und dann noch strom fĂŒr EUR 29, dann sind das 108 Euro pro Monat. Hier muss noch erwĂ€hnt werden, dass bei einer jĂ€hrlichen Fahrleistung von 20.000 km die Batteriemiete bereits 102 kostet und auch nur dann, wenn man sich 36 Monate bindet, ansonsten ist die Mieter noch teurer. Wenn man also noch dazu rechnet, dass die Miete immer anfĂ€llt, auch wenn man das Auto gar nicht benutzt, finde ich das nicht wirklich billig. Ein Kleinwagen von Renault in der GrĂ¶ĂŸe eines ZOE wie der renault twingo kostet knapp 10.000 Euro. Der Zoe kostet ohne Förderung und ohne Batterie 20.000, also das Doppelte! Die Benzinkosten mit 1.500 km pro Monat sind sicher nicht höher als EUR 100.
    Also im Endeffekt wĂŒrde ohne Förderung kein rational denkender Mensch den ZOE kaufen und selbst mit Förderung kostet der Spass 50% mehr als mit einem Benziner.
    Und zur GefĂ€hrlichkeit: ich weiß aus dem Modellbau wie gefĂ€hrlich Lithium Polymer Akkus sind. Und auch deine zitierte Welt sieht das Problem als ungelöst:
    http://www.welt.de/motor/article106178053/Elektroautos-tragen-ein-Brandrisiko-in-sich.html
    Im Endeffekt gibt es keine rationalen GrĂŒnde fĂŒr eine Elektroauto, sondern rein philosophische oder ökologische. Aber auch hier irrt der Ökologe, denn wegen der Umwelt kann man so was nicht kaufen, weil wenn nur 10% der Österreicher ein Elektroauto hĂ€tten, dann mĂŒssten wir entweder Atomstrom kaufen oder wieder Kohlekraftwerke bauen, weil mit Wasserkraft und dem bissal Solar geht sich das nie aus. Abgesehen davon ist ein alter kaputter Lithium Akku, der mehrere 100kg Gewicht hat hochgefĂ€hrlicher SondermĂŒll….

    • Lithium Ionen-Akkus sind extrem gut zu recyclen, dafĂŒr steht Renault grade. Außerdem werden sie vermehrt zur Speicherung von Strom aus erneuerbaren Energien verwendet.

      Beim Leasing hast du vielleicht was missverstanden:
      Mein VW Caddy war geleast.
      Der ZOE ist auch zur GĂ€nze geleast und der Akku gemietet. Dadurch, dass wir in Österreich keine KFZ-Steuer fĂŒr Elektroautos zahlen mĂŒssen, fĂ€llt die Batteriemiete gar nicht so sehr ins Gewicht – das sind dann noch ca. € 50,-

      1.500 km mit dem Caddy (9l auf 100 km) kosten bei einem Spritpreis von € 1,60 (D) -â€ș € 216,-. Also schon etwas mehr. Und was du nicht vergessen solltest, vergessen viele – die geringeren Service-Kosten bei Elektroautos: Kein Ölwechsel, Luftfilter, Keilriemen, Zahnriemen, Auspuff, geringerer Bremsenverschleiß

      Bei meinem Caddy war alleine 2 x der Auspuff kaputt. Ein Bekannter hat fĂŒr ein vollstĂ€ndiges Service bei einem Elektroauto gerade mal € 50,- gezahlt.
      Davon abgesehen, sollte es uns auch nicht immer nur stĂ€ndig bei jeder Entscheidung ums Geld gehen. Geh mal durch die Großstadt und stell dir vor, wenn alle Autos elektrisch fahren wĂŒrden!! Wie schön wĂ€re das.

      Und dass wegen Elektroautos neue Atomkraftwerke gebaut werden mĂŒssen ist reine Propaganda. Großteils wissen die Energieunternehmer nicht wo hin mit ihrem Strom aus Wind- und Sonnenkraftwerken.

      Ich empfehle dir mal diese Doku – da werden alle deine Zweifel aufgegriffen:
      https://elektroautor.com/die-leise-revolution/

      Schau dir die mal an – und dann diskutieren wir gerne weiter. {:-)
      Elektroautor

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