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Renault streicht den Fluence Z.E. aus dem Programm

Fluence ZE

In dieser Skizze sieht man gut den vertikal angeordneten Akku des Fluence Z.E. Foto: Renault ├ľsterreich

 

Nach einigen Medienberichten zu schlie├čen, stellt Renault die Produktion des Fluence Z.E. ein. Er war das erste rein elektrisch betriebene Fahrzeug Renaults gro├čer Elektroauto-Offensive. Von jetzt an besteht die Z.E.-Flotte nur mehr aus Twizy, ZOE und Kangoo Z.E.

Seit einiger Zeit habe ich es schon bef├╝rchtet, dass Renault den Fluence Z.E. aus dem Programm nehmen k├Ânnte. Sowohl auf der deutschen als auch auf der ├Âsterreichischen Website waren nur mehr Twizy, ZOE und Kangoo Z.E. zu finden. Nun ist es wohl offiziell – die stromende Limousine wird in Rente geschickt.

Limousine und wechselbare Akkus – keine gute Kombination

├ľsterreich ist sowieso nie das Land der Limousinen gewesen. Elektroautos haben nach wie vor mit vielen Vorurteilen zu k├Ąmpfen und beim Fluence setzte man zus├Ątzlich auch noch auf das Konzept der wechselbaren Akkus, welches mit Better Place leider scheiterte. All das und auch keine besonders spektakul├Ąre Optik dieses reinen Stromers war sicher nicht die beste Kombination. Auch wenn ich selbst kein besonders gro├čer Freund von Limousinen bin (jeder F├╝nft├╝rer ist einfach praktischer), finde ich es irgendwie schade. Renault war der einzige Automobilhersteller mit vier verschiedenen Elektrofahrzeugen im Programm. Eigentlich war f├╝r jeden etwas dabei:

Der Twizy f├╝r den trendbewussten Stadtmenschen, der Kangoo Z.E. f├╝r den ├Âkonomisch und ├Âkologisch verantwortlichen Unternehmer, der ZOE f├╝r den sportlichen Idealisten und selbst der umweltfreundliche B├╝rgermeister konnte mit dem Fluence Z.E. das passende Fahrzeug finden.

Die 2012 vollst├Ąndig verf├╝gbare Elektroauto-Flotte von Renault

Ab 2014 schrumpft die Elektroauto-Flotte von Renault von vier auf drei Elektroautos. ┬á Foto: Renault ├ľsterreich

Die Verkaufszahlen sprachen eine eindeutige Sprache.

Renault hat mit seiner Elektroauto-Offensive wirklich Mut und Entschlossenheit bewiesen. Letztlich z├Ąhlen aber leider immer die Verkaufszahlen. Da konnte der Fluence in den letzten drei Jahren einfach nicht punkten. In Deutschland wurden 2013 nicht mehr als 37 Einheiten verkauft, w├Ąhren dessen verkaufte sich der Twizy 760 mal und der dynamische Kompaktwagen ZOE ging ├╝ber 1.000 mal ├╝ber den „Ladentisch“. Von ├ľsterreich liegen mir derzeit leider keine genauen Verkaufszahlen vor, aber ein Verkaufsschlager war er hierzulande auch nicht.

Batterie Fluence ZE

Der austauschbare Akku des Fluence konnte innerhalb weniger Minuten gewechselt werden. Leider ging der damit beauftragte Partner Better Place in den Konkurs, womit dieses Konzept Geschichte war. Foto: Renault

Wie gehtÔÇÖs weiter?

Komplett von der Bildfl├Ąche wird der Fluence Z.E. jedoch nicht verschwinden. Auf dem koreanischen Markt soll er als Renault Samsung SM3 ZE mit fest eingebauter Batterie seine zweite Chance bekommen.

Auch wenn k├╝nftig die Elektroauto-Flotte von Renault „nur“ mehr aus drei E-Autos bestehen wird, brauchen wir uns sicher keine Sorgen machen, dass Renault weitere Modelle aus dem Programm nehmen wird. Renault-Nissan ist der erfolgreichste Anbieter von Elektroautos weltweit und wird diese Marktf├╝hrerschaft weiter behalten und ausbauen – da bin ich mir sicher.

Vielleicht hat es sich Renault mit dem Fluence auch etwas zu einfach gemacht. Schlie├člich gab es das Fahrzeug zuerst mit Verbrennungsmotor, wurde im Heck wegen der Batterie etwas verl├Ąngert und dann f├╝r den Elektroantrieb adaptiert. Auf den schnellen und modernen Cham├Ąleon-Charger vom ZOE hat man leider auch verzichtet und mit der Werbung war auch nicht allzu viel los.

Aber hinterher ist man immer gescheiter – und wer wei├č, vielleicht wird in den kommenden Jahren die Elektroauto-Flotte von Renault mit einem elektrischen Espace oder einem Sportwagen komplettiert. {:-)

 

 

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