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NEWS:Toyota Winglet wird in Tokio öffentlich getestet

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Foto: Toyota Deutschland

  • Begleitete Testfahrten auf den Bürgersteigen der Waterfront City
  • Winglet-Pass-System für sicheres Fahren
  • Bereits 600 Nutzer haben einen Pass erworben

Segway-ähnlicher Elektroroller als umweltfreundliche Mobilitätsalternative für die Millionenstadt

Vor der berühmten Skyline der Tokyo Waterfront City gibt es einen öffentlichen Feldversuch mit dem Toyota Winglet. Dabei handelt es sich um einen zweirädrigen Elektroroller, ähnlich einem Segway: Der Fahrer steht auf einem Trittbrett mit zwei Reifen und steuert den Roller ausschließlich durch Gewichtsverlagerung.

Im März erfolgte zunächst eine Testphase zur Überprüfung der Produktsicherheit, überwacht von Toyota, der Stadtverwaltung und weiteren Organisationen. Der Winglet absolvierte die Prüfung ohne Probleme und wurde anschließend von der Stadtverwaltung als Motorrad klassifiziert.

Umweltfreundliche Mobilitätsalternative – auch für den Tourismus

Die Teilnahme an den öffentlichen Testfahrten, die ab Ende April an zwei Wochenenden pro Monat stattfinden, ist kostenlos. Voraussetzung ist der Besitz eines Motorradführerscheins. Nach einem Einführungskurs erhalten die Teilnehmer den Toyota Winglet-Pass und können im Konvoi einen vorgegebenen Kurs abfahren. Begleitet werden sie dabei von geschultem Personal. Bis jetzt haben bereits mehr als 600 Personen einen Winglet-Pass erhalten.

Basierend auf seinem Unternehmensziel „Mobilität für alle“ möchte Toyota den Winglet mit den öffentlichen Testfahrten als umweltfreundliche Mobilitätsalternative – auch für den Tourismus – im städtischen Umfeld bekannt machen.

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Foto: Toyota Deutschland

Technische Details

Länge: 520 mm
Breite: 494 mm
Höhe: 1.168 mm
Gewicht: ca. 20 kg
Höchstgeschwindigkeit: 6 km/h
Reichweite: ca. 4 km
Ladedauer: ca. 1,5 Stunden
Batterie: Lithium-Ionen-Batterie
Quelle: Toyota
Elektroautor dazu…
Toyota hat vor einiger Zeit bekannt gegeben, dass sie sich voll und ganz auf die Brennstoffzelle konzentrieren möchten und dem rein batterie-elektrischen Antrieb vorerst eher den Rücken kehren wollen. Vielleicht wird dies doch nicht ganz so drastisch der Fall sein – ich denke vor allem auch an den i-Road, der in einigen Feldversuchen im Einsatz ist.

Dass Toyota nun mit einem Konkurrenten zum Segway auf die Bühne tritt, überrascht mich etwas. Rein optisch wirkt dieser elektrische „Gehsteig-Flitzer“ durchaus ansprechend. Die technischen Eckdaten sprechen mich jedoch weniger an. Eine Reichweite von nur 4 km und eine Höchstgeschwindigkeit von 6 km/h erscheinen mir weniger konkurrenzfähig. Segway kommt mit Reichweiten bis zu 38 km daher, das bei Geschwindigkeiten bis 20 km/h. Selbst mein elektrisches Skateboard fährt max. 20 km/h und hat eine realistische Reichweite von ca. 20 km. Wenn Toyota mit diesem Spaß-Mobil auf den Markt gehen wird, müsste es meiner Meinung nach in diesen Bereich noch ordentlich ein Scherflein nachlegen.